Hamburg  Zinsen sinken, Kaufkraft steigt: Immobilien-Kauf wird wieder erschwinglicher

Alexander Barklage
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Von Alexander Barklage
| 17.01.2024 17:44 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Es ist wieder günstiger, eine Immobilie zu finanzieren. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Es ist wieder günstiger, eine Immobilie zu finanzieren. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
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Gute Nachrichten für Immobilienkäufer: Durch sinkende Bauzinsen könnte der Traum von einer eigenen Immobilie wieder realistischer werden.

Nach einer langen Durststrecke wird die aktuelle Situation für Immobilienkäufer wieder erträglicher. Laut dem neuen Kaufkraftindex von Immowelt haben sich die Rahmenbedingungen der Immobilienfinanzierung deutlich verbessert. Die Kaufkraft der Immobilienkäufer hat sich erhöht. Im Vergleich zum bisherigen Tiefpunkt im Dezember 2022 ist die Kaufkraft um zwölf Prozent angestiegen, analysiert Immowelt.

Im Kaufkraftindex werden die Angebotspreise von Bestandswohnungen, Bauzinsen und Durchschnittsgehälter von 2017 bis heute berücksichtigt.

Besonders gut für Immobilienkäufer sind die gesunkenen Zinsen. Aktuell liegen die Zinsen für ein zehnjähriges Darlehen bei gut drei Prozent. Das ist fast ein Prozentpunkt weniger als noch vor wenigen Monaten.

Eine weitere gute Nachricht, um sich jetzt ein Haus zu kaufen, beziehungsweise zu finanzieren: Die Immobilienpreise von Bestandswohnungen sind auf dem niedrigsten Niveau seit Anfang 2021. Im Durchschnitt sind die Preise um zehn Prozent zurückgegangen. Zum Beispiel liegen die Quadratmeterpreise aktuell bei rund 3124 Euro im Durchschnitt, Höchstwert war 3489 Euro.

„Für das Jahr 2024 sehen wir erste Anzeichen der Besserung“, sagte Immowelt-Geschäftsführer Felix Kusch: „Die Zinsen sind in den vergangenen Monaten bereits merklich nach unten gegangen und die Preise bewegen sich nach den Rückgängen der vergangenen zwei Jahre auf dem Niveau von Anfang 2021.“

Die gestiegene Inflation im Jahr 2022 und auch im Jahr 2023 führte zum starken Kaufkrafteinbruch. Um die Inflation zu senken, hat die Europäische Zentralbank erstmals seit einigen Jahren den Leitzins wieder schrittweise angehoben, was in der Folge die Bauzinsen stark ansteigen ließ.

Lange Zeit gab für ein zehnjähriges Darlehen rund ein Prozent Zinsen, in den vergangenen beiden Jahren stiegen diese Zinsen auf über vier Prozent an – was für Immobilienkäufer monatliche Mehrkosten von mehreren hundert Euro bedeutet.

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