Sanierung von Straßen und Wegen Still ruhen die Straßenbaustellen in Emden
An vielen Stellen in Emden werden Straßen saniert. Doch die Bauarbeiten müssen wegen Ferien und Witterung noch warten.
Emden - Die Bauferien zwischen Weihnachten und Neujahr sind vorüber, doch der Tiefbau kommt noch immer nicht in die Gänge. Aufgrund der Witterung mit Kälte und Schnee ruhen die großen Straßenbaustellen in Emden. Doch hat das große Auswirkungen auf den geplanten Zeitplan am Nordertor, an der Eggenastraße, am Treckfahrtsweg oder der Trogstrecke? Wir haben einmal beim zuständigen Bau- und Entsorgungsbetrieb der Stadt Emden (BEE) nachgefragt. Geantwortet hat Wolfgang Fecht, Abteilungsleiter für Straßen- und Brückenbau.
Wie geht es jetzt am Nordertor weiter?
Sobald die Witterung es zulässt, sollen wie geplant zuerst auf beiden Seiten die Gehwege fertiggestellt werden, ließ Fecht mitteilen. Anschließend würden die Arbeiten zur Herstellung der neuen Fahrbahn inklusive Auskofferungsarbeiten erfolgen. Große Zeitverzüge müsste dabei nicht aufgeholt werden, so Fecht. „Bisher läuft die Baustelle ohne große Verzögerungen nach Plan.“
Auch die Hochbauarbeiten gegenüber dem Lindenhof sollen die bisherigen Pläne nicht durchkreuzen. Inzwischen ist an dem Neubau auch das Gerüst abgebaut, sodass tatsächlich mit den Gehwegsarbeiten begonnen werden könnte - so es denn einmal wärmer wird. „Wenn die momentane Witterung die Straßenbauarbeiten nicht über die nächste Woche hinaus stoppt, sollten die Straßenbauarbeiten Ende April 2024 abgeschlossen sein.“
Für Verkehrsteilnehmer, die regelmäßig an den Ampeln am Philosophenweg oder Zwischen beiden Bleichen mit ungewohnt langen Rotphasen warten, wäre ein konkretes Fertigungsdatum sicher ein schönes Ziel. Tatsächlich staut es sich gelegentlich hoch bis zur Wolthuser Straße, wenn zu Schulanfangs- und Endzeiten Schüler den Wall-Zebrastreifen passieren und den Verkehrsfluss somit nochmals „unterbrechen“. Der nachfolgende, auf Grün geschaltete Gegenverkehr aus Richtung Zwischen beiden Bleichen blockiert dann alles.
Abhilfe für dieses Problem kann dort allerdings bis zur Beendigung der Baustelle nicht geschaffen werden, wie Fecht eindeutig mit einem „nein“ beantwortet. „Die Ampelsteuerung kann nicht angepasst werden, da die Wartezeiten aller Verkehrsteilnehmer am absoluten Maximum sind und die Kreuzung sonst ihre Leistungsfähigkeit verlieren würde“, so der Fachmann. Der BEE sei dabei im ständigen Austausch mit der Verkehrsbehörde. Die Kollegen vom Fachdienst Straßenverkehr seien außerdem „fast täglich“ vor Ort, um bei Bedarf reagieren zu können. Bis zur Fertigstellung der Nadelöhr-Baustelle nach Wolthusen gelte somit vor allem eines: Weiträumig umfahren, soweit machbar.
Wie sieht es auf der Eggenastraße aus?
Den Tipp des weiträumigen Umfahrens kann man Autofahrerinnen und Autofahrern eigentlich auch für die Eggenastraße im Abschnitt zwischen Hermann-Allmers-Straße und Menso-Alting-Straße geben. Dort schienen die Arbeiten bereits vor den allgemeinen Bauferien zu ruhen. Das bestätigt auch Fecht. Tatsächlich sei man an dieser Baustelle früher in die Ferien gegangen, weil die Straßenbau-Kolonne aufgrund von hohen Krankenständen dezimiert gewesen sei.
Inzwischen sind die Schlaglöcher der baufälligen Straße noch größer und tiefer geworden, so der Anschein. Wer dort entlang fährt, sollte besser kein tiefer gelegtes Fahrzeug führen. Für Rettungswagen wird das Teilstück erst recht zur Geduldsprobe. Fecht dazu: „Den Zustand der Fahrbahn haben wir natürlich im Blick und falls es erforderlich ist, werden entsprechende Maßnahmen eingeleitet.“
Wie läuft es am Treckfahrtsweg?
Besonders weit fortgeschritten scheint die Straßenbaustelle Treckfahrtsweg bis Einmündung Granitstraße zu sein. Die Gehwege sind sind schon neu gepflastert. Doch bevor die neue Asphaltdecke aufgebracht werden kann, müsse noch die Bord- und Rinnenanlage auf der Wasserseite fertiggestellt werden, teilte Fecht mit. Anschließend könne mit den Auskofferungsarbeiten der Fahrbahn begonnen werden. „Wenn alles weiterhin nach Plan läuft, sollten die Bauarbeiten spätestens Ende März abgeschlossen sein.“
Und am Trog?
„Witterungsbedingt können auch hier die Arbeiten noch nicht wieder aufgenommen werden“, so Fecht. „Sobald der weitere Ablauf bekannt ist werden wir, wie gewohnt, umgehend informieren.“