Hamburg Wie es den Kindern von Christina Block nach Entführungsdrama wirklich geht
Wie geht es den Kindern von Block-House-Unternehmerin Christina Block in Dänemark? Medienberichte, wonach sie nach dem Drama um Kindesentführung in einem Kinderheim seien, sind falsch.
Die beiden in der Silvesternacht entführten Kinder von Christina Block befinden sich nach Informationen unserer Redaktion in der Obhut ihres Vaters. Aus Sicherheitsgründen wurde die Familie des Ex-Mannes der Hamburger Block-House-Unternehmerin von der dänischen Polizei mittlerweile an einen sicheren Ort gebracht. Sie befindet sich rund um die Uhr unter Polizeischutz.
Boulevard-Medien hatten am Wochenende fälschlicherweise berichtet, dass der zehnjährige Junge und die 13-jährige Tochter in einem dänischen Kinderhaus untergebracht worden seien, nachdem die beiden nach einem Beschluss eines Hamburger Gerichts am Freitag nach Dänemark zurückgeführt wurden. Nach Informationen unserer Redaktion waren die beiden Kinder seit ihrer Rückkehr permanent in der Obhut ihres Vaters Stephan Hensel.
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Den beiden Kindern geht es nach Informationen unserer Redaktion den Umständen entsprechend gut. Sie sind nach unseren Recherchen zudem froh, in Dänemark zurück beim Vater zu sein. Die Familie sei für die Unterstützung der dänischen Behörden und Polizei sehr dankbar, hieß es aus dem Umfeld der Familie.
Die beiden Kinder waren am Wochenende von der dänischen Polizei in einer speziellen Kindereinrichtung befragt worden und werden nach Informationen unserer Redaktion professionell betreut, damit sie die traumatischen Erlebnisse der Silvesternacht verarbeiten können.
Die Kinder wurden wie Hensel in einem Krankenhaus auf Verletzungen untersucht, wie es aus dem Umfeld der Familie hieß. Der Vater war in Gravenstein nach Zeugenaussagen bei der Entführung brutal niedergeschlagen worden, an der acht maskierte Täter beteiligt gewesen sein sollen. Das Überfallkommando war nach Einschätzung aus Sicherheitskreisen sehr professionell vorgegangen. Die dänischen Behörden fahnden weiterhin nach den Tätern.
Indes äußerte sich Christina Block zu dem Sorgerechtsstreit, der sich seit Jahren hinzieht und zuletzt durch die Entführung eskaliert war. Die Hamburger Unternehmerin kritisierte das Vorgehen der Justiz. „Wo Unrecht geschieht, mögen wir dafür eintreten, dass es revidiert wird, und wo Unrecht erkannt und bereits geurteilt wurde, muss dies strikt und schnell umgesetzt werden. Und die Opfer müssen geschützt werden“, sagte Block laut Medienberichten beim Neujahrsempfang im Hamburger Elysée-Hotel. Das Luxushotel ist wie die Restaurantkette Block House Teil der Unternehmensgruppe von ihrem Vater Eugen Block.
Block und Hensel haben insgesamt vier gemeinsame Kinder, drei leben beim Vater, eine 15-jährige Tochter wohnt bei der Mutter in Hamburg. Hensel hatte der Mutter vorgeworfen, Gewalt gegen die Kinder ausgeübt zu haben. Block wies die Vorwürfe stets zurück und sprach damals von einer „Entführung“ ihrer Kinder nach Dänemark durch ihren Ex-Mann.