Politik und Verwaltung einigen sich Lösung für Spielplatz am Emder Stephansplatz gefunden
Der beliebte Spielplatz am Stephansplatz in Emden ist in einem maroden Zustand. Jetzt einigten sich Rat und Verwaltung auf einen Weg, ihn schnell zu sanieren.
Emden - Nachdem es in Emden hitzige Diskussionen gegeben hatte, weil die Stadt 400.000 Euro pauschal für die Sanierung des maroden Spielplatzes am Stephansplatz einplanen wollte, haben sich Politik und Verwaltung jetzt auf eine Lösung verständigt. Wie die Pressestelle der Stadt am Freitag mitteilte, sollen die Holzelemente der Spielgeräte komplett ersetzt werden und in ihrer ursprünglichen Form wieder aufgebaut werden. Zudem werden der Sand ausgetauscht und die Wege zu diesem Spielplatz erneuert.
Mit dem Abbau der abgängigen, hölzernen Spielgeräte wird laut der Mitteilung voraussichtlich in der zweiten Januar-Woche begonnen. Geplant ist, die neuen Geräte im kommenden Frühjahr aufzubauen, damit der Spielplatz zur wärmeren Jahreszeit wieder genutzt werden kann. Die Fläche wird bis dahin teilweise gesperrt sein, bestätigte Stadtsprecherin Theda Eilers auf Nachfrage. Zuvor hatte ein Gutachten ergeben, dass der Spielplatz in seinem jetzigen Zustand nicht erhalten werden kann und nicht mehr als sicher gilt.
Die Kosten für die Sanierung liegen bei 175.000 Euro. Diese Summe bringt die Stadt allein aus dem Budget für das „Grüne Band“ auf und ist im Haushalt veranschlagt. Zuschüsse des Bundes und des Landes gibt es in diesem Fall nicht. In dem Programm „Grünes Band“ sind mehrere Sanierungen von Grünanlagen innerhalb des Emder Wallrings zusammengefasst. Mit Mitteln daraus waren bereits unter anderem der Mühlenspielplatz und der Sportparcours auf dem Wall entstanden. Das Schwanenteich-Gelände soll im kommenden Jahr ebenfalls mit Geld daraus saniert werden.
Stadtplaner sollen weitere Vorschläge machen
Die Spitzen der Fraktionen und Gruppen des Rates und die Verwaltung einigten sich vor Weihnachten zudem auf weitere Schritte. Demnach sollen die Stadtplaner Vorschläge erarbeiten, wie der Teil des Stephansplatzes zwischen Osterstraße und Bollwerkstraße weiter aufgewertet werden kann. Dabei geht es um die Installation Technik für Veranstaltungen, inklusive Angebote sowie Angebote für Jugendliche. Die Fachleute sollen auch die Kosten dafür ermitteln und die Vorschläge im zuständigen Ratsausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Klimaschutz vorstellen. Der Rat werde danach – je nach Finanzlage – gesondert über die Möglichkeiten entscheiden, so die Stadt.
Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) zeigte sich am Freitag in einem Gespräch mit dieser Zeitung „sehr zufrieden“ über diese Lösung. Der Verwaltung sei es vor allem darum gegangen, den Spielplatz schnell zu sanieren und nicht ein Jahr lang sperren zu müssen.
Spielplatz ist beliebt und wird stark genutzt
Der Spielplatz am Stephansplatz wurde 2009 angelegt. Insbesondere wegen seiner Nähe zur Außengastronomie des Café Einsteins ist er vor allem bei jungen Familien sehr beliebt und stark frequentiert. Die Spielanlage stellt historische Bezüge zum früheren Brauersgraben und ehemaligen Werften am Falderndelft her. Weil der Brauersgraben nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zugeschüttet worden war, erlaubt der Boden des Stephansplatzes an dieser Stelle keine tieferen Fundamente. Um dennoch die erforderliche Sicherheit gewährleisten zu können, wurde der Spielplatz von quaderförmigen und mit Steinen gefüllten Drahtkörben umzäunt.
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