Deutschland  Klamroth in der Kritik: Aufsehen um „Hart aber fair“-Abschied von Brigitte Büscher

Sophie Wehmeyer
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Von Sophie Wehmeyer
| 12.12.2023 15:07 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
„Hart aber fair“-Reporterin Brigitte Büscher bei ihrer letzten Sendung der ARD-Talkshow. Foto: IMAGO IMAGES/Panama Pictures
„Hart aber fair“-Reporterin Brigitte Büscher bei ihrer letzten Sendung der ARD-Talkshow. Foto: IMAGO IMAGES/Panama Pictures
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Brigitte Büscher verlässt nach Frank Plasberg als zweites Urgestein die ARD-Sendung „Hart aber fair“. Nach 23 Jahren macht sie einen harten Schnitt. Die Abschiedsworte des neuen Moderators Louis Klamroth sorgen dabei auf Social Media für Unmut.

„Liebe Brigitte, vielen Dank, dass Du in diesem Jahr mit so vielen tollen Reportagen an meiner Seite warst“, sind die dürftigen Dankesworte, die der neue „Hart aber fair“-Moderator Louis Klamroth für seine Kollegin Brigitte Büscher nach 23 Jahren bei der Talkshow in der letzten Sendung vor der Weihnachtspause findet.

Keine Blumen, kein Rückblick als Einspieler für die langjährige Reporterin und Zuschaueranwältin der ARD-Sendung. Und kein Wort von Louis Klamroth über das Zerwürfnis mit seinem Vorgänger Frank Plasberg.

Moderator Louis Klamroth (34) löste Frank Plasberg (66), der diesen Job von 2001 bis 2022 gemacht hatte, Anfang dieses Jahres ab. Plasberg, der die Sendung erfunden hatte, äußerte sich kritisch darüber, dass Klamroth ab 2024 mit einer eigenen Firma weiter produziert. Der neue „Hart aber fair“-Moderator wird die wöchentliche Talkrunde von Ende Januar an mit der Firma Florida Factual produzieren, die von Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf gegründet wurde.

Für die letzte Sendung wäre theoretisch auch noch Plasbergs Produktionsfirma zuständig gewesen. Nun ist es nicht nur die Abwendung von der bisherigen Produktionsfirma, sondern auch der knappe Abschied von dem letzten Urgestein der Sendung, der in den sozialen Medien für Unmut sorgt.

Mit den Abschlussworten „Vielen Dank und wer weiß, vielleicht sehen wir dich hier im nächsten Jahr doch noch mal im Studio“ übergab Klamroth das Wort an die ARD-Reporterin. Die nächste Sendung wird am 29. Januar ausgestrahlt, doch das angedeutete Wiedersehen hätte sich Klamroth sparen können, denn Büscher ließ keinen Zweifel an ihrem harten Schnitt mit der Sendung „Hart aber fair“.

Ihre ersten Worte dazu: „Du hast es ja jetzt so ein bisschen verpackt und ein bisschen angedeutet, dass heute mein letzter Tag bei ‚Hart aber fair‘ ist“. Büscher scheint bereits andere Pläne für 2024 zu haben.„Jetzt habe ich mich entschieden, nach – Achtung – 23 Jahren: Es ist Schluss für mich. Ich werde etwas Neues anfangen, auf neue Wege gehen.“

Als Journalistin hatte Büscher bei Straßenumfragen oder in den Sozialen Medien die Meinungen der Menschen eingeholt. Nach 23 Jahren konnte sie nicht nur gute Worte für diese Arbeit finden: „Ich habe mich nicht gefreut über den Hass und die Hetze, Sie alle wissen, dass das in den letzten Jahren stark zugenommen hat.“ Ihrem Anspruch, „ein bisschen mehr Wirklichkeit in die Sendung zu tragen“, wurde sie damit gerecht und trotz dessen sei sie gerne als Reporterin unterwegs gewesen.

Mit den Abschlussworten „Und wie sagt man so schön, alles Gute, alles Liebe“ und einem aussagekräftigen Seitenblick auf ihren Kollegen Klamroth zieht sich Brigitte Büscher, wie zuvor „Hart aber fair“-Urgestein Frank Plasberg, aus der Sendung zurück.

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