Arbeitsmarkt in Ostfriesland Tourismus treibt Arbeitslosenquote nach oben
Im November ist die Zahl der Arbeitslosen in Ostfriesland gestiegen – entgegen dem Bundestrend. Laut Arbeitsagentur liegt das vor allem am Saisonende in den Urlaubsorten an der Küste und auf den Inseln.
Leer/Nürnberg - Die Zahl der Arbeitslosen ist in Ostfriesland im November gestiegen. 557 seien mehr arbeitslos gemeldet gewesen als noch im Oktober, teilte die Agentur für Arbeit Emden-Leer mit. Die Arbeitslosenquote sei um 0,3 Prozentpunkte auf 6,1 Prozent gestiegen.
Insbesondere in den Geschäftsstellen Emden, Norden und Wittmund hätten sich im November mehr Personen als im Vormonat arbeitslos gemeldet, heißt es. Dies hänge unter anderem damit zusammen, dass diese Geschäftsstellen der Arbeitsagentur für die Ostfriesischen Inseln zuständig sind. „Mit Ende des Herbstgeschäfts an der Nordseeküste und auf den Inseln steigen die Arbeitslosenzahlen im Bezirk der Agentur für Arbeit Emden-Leer“, sagte die operative Geschäftsführerin der Agentur, Daniela Ringenaldus, laut Mitteilung.
Entwicklung ist für den Herbst saisontypisch
Diese Entwicklung sei saisontypisch. „In der Regel verbleiben diese Personen nur für einen kurzen Zeitraum in der Arbeitslosigkeit und haben oftmals schon konkrete Einstellungszusagen für das kommende Frühjahr, wenn der Tourismus an der Nordseeküste wieder einsetzt.“
Bundesweit ist die Zahl der Arbeitslosen im November im Vergleich zum Vormonat um 1000 auf 2,606 Millionen gesunken. Das seien jedoch 172.000 mehr als im November 2022, teilte die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit. Die Arbeitslosenquote betrug im November 5,6 Prozent nach 5,7 Prozent im Oktober.