Hamburg  Lufthansa verschiebt Aufnahme des Flugbetriebs nach Tel Aviv erneut

Karolina Meyer-Schilf
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Von Karolina Meyer-Schilf
| 29.11.2023 17:51 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ziemlich leer: Eine Passagierin am Ben Gurion-Flughafen in Tel Aviv Ende Oktober. Foto: Imago Images/Xinhua/Chen Junking
Ziemlich leer: Eine Passagierin am Ben Gurion-Flughafen in Tel Aviv Ende Oktober. Foto: Imago Images/Xinhua/Chen Junking
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Die meisten ausländischen Airlines haben ihren Flugbetrieb nach Israel derzeit eingestellt. Ausgerechnet zwei arabische Airlines aber bieten tägliche Verbindungen an. Von Deutschland aus fliegt nur El Al regelmäßig nach Tel Aviv.

Seit dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober fliegen die meisten internationalen Airlines Tel Aviv nicht mehr an. Auch die Lufthansa hat jetzt die Wiederaufnahme ihrer Flüge noch einmal verschoben. Aufgrund der Situation in Israel werde die Fluggesellschaft bis zum 7. Januar keine Flüge nach Tel Aviv anbieten, teilt ein Sprecher auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Davon betroffen seien auch die Tochtergesellschaften der Lufthansa, darunter Austrian Airlines und die Swiss. Auch British Airways bietet derzeit keine Flüge nach Israel an. Air France fliegt nach aktuellem Stand ab Januar wieder, die niederländische KLM erst ab Ende Januar.

Nur die israelischen Fluggesellschaften wie El Al, Israir und Arkia fliegen weiterhin – außerdem einige wenige ausländische Gesellschaften. Darunter sind zwei arabische Airlines: Etihad und Emirates bieten nach wie vor mehrmals tägliche Verbindungen zwischen Dubai, Abu Dhabi und Tel Aviv an.

Die israelischen Airlines, die derzeit die Verbindung vor allem nach Europa und die USA aufrechterhalten und ihr Angebot deutlich ausgeweitet haben, fliegen dabei mittlerweile laut der Nachrichtenagentur Reuters ohne Versicherungsschutz: Sogenannte „Kriegsklauseln“ in den üblichen Versicherungen können mit sieben Tagen Vorlauf von den Versicherern gekündigt werden, was im Fall der israelischen Airlines und auch der libanesischen Fluggesellschaft Middle East Airlines demnach auch geschehen ist. Heißt: Sollte es zu einem Unfall kommen, ist das Flugzeug nicht versichert und die betroffene Airline steht vor einem Millionenschaden.

Die israelische Regierung garantiert unterdessen die Haftung für die israelischen Airlines mit rund sechs Milliarden Dollar, falls erforderlich.

Ausländische Fluggesellschaften, die Israel derzeit noch anfliegen, sollten mehr Treibstoff als üblich tanken. Dazu raten die Flugbehörden. Im Falle eines Raketenangriffs oder unklarer Sicherheitslage am Boden könnten die Jets gezwungen sein, vor der Landung noch mehrere Warteschleifen zu fliegen.

Europäische Airlines hatten zuletzt die Wiederaufnahme des Flugbetriebs nach Israel immer weiter verschoben. Ab Deutschland fliegt El Al von Berlin und Frankfurt aus täglich – außer samstags – nach Tel Aviv.

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