Dubai Mehr als 250 Regierungsmitarbeiter fliegen zum Weltklimagipfel – Kritik von Union
Vom 30. November bis 12. Dezember findet in Dubai die Weltklimakonferenz statt. Auch Deutschland nimmt daran teil – mit offenbar mehr als 250 Delegierten, wie nun das Auswärtige Amt mitteilt. Die Union kritisiert die Delegiertenzahl hinsichtlich der CO2-Bilanz.
Die deutsche Delegation für die Weltklimakonferenz in Dubai (COP28) wird mehr als 250 Regierungsmitarbeiter umfassen. Das berichtete die „Bild“-Zeitung (Mittwoch) unter Berufung auf eine Antwort der Staatssekretärin im Auswärtigen Amt, Jennifer Morgan, auf eine parlamentarische Anfrage der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Unionsfraktionsvize Steffen Bilger (CDU) übte mit Blick auf die Kosten und die CO2-Bilanz Kritik an der hohen Teilnehmerzahl.
Laut dem Schreiben vom 21. November werden Vertreterinnen und Vertreter der folgenden Bundesbehörden an der UN-Klimakonferenz 2023 in Dubai teilnehmen:
Auch Personenschützer des Bundeskriminalamtes sind Teil der Delegation. Die Delegation wird vor Ort von Mitarbeitern der deutschen Botschaft in Abu Dhabi sowie des deutschen Konsulats in Dubai unterstützt werden. Hierzu sind nach Angaben Morgans weitere 64 Personen akkreditiert. Welche Kosten durch die Delegation anfallen, teilte Morgan nicht mit. Die Summe werde nicht zentral erfasst. Auch zum CO2-Ausstoß der Delegation äußerte sie sich nicht.
Kritik übte Steffen Bilger, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. „Zuhause fehlt wegen verfassungswidriger Haushaltstricks das Geld für den Klimaschutz – und dennoch geht die Bundesregierung groß auf Reisen“, sagte er der „Bild“-Zeitung. Die Delegationsgröße von mehr als 250 Teilnehmern aus den Bundesministerien und den Bundesbehörden sei „weder dem Steuerzahler zu vermitteln, noch wird die Bundesregierung ihren selbst gesetzten Ansprüchen beim Klimaschutz gerecht“, sagte Bilger. „Für die Flüge fallen viele Hunderte Tonnen CO2 an.“ Offensichtlich sei weder ein Problembewusstsein bei den Kosten der Dubai-Reisen noch beim CO2-Ausstoß der Flüge vorhanden.
Die Weltklimakonferenz findet ab Donnerstag und bis zum 12. Dezember in Dubai statt. Rund 70.000 Teilnehmer werden in den Vereinigten Arabischen Emiraten erwartet, darunter Staats- und Regierungschefs. Eine große Rolle bei der Konferenz wird unter anderem die künftige Nutzung fossiler Energien wie Öl, Gas und Kohle spielen.
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