27:32-Niederlage Der OHV Aurich verkauft sich in Gummersbach teuer
Der ostfriesische Handball-Drittligist hatte am Sonntagabend gegen das Spitzenteam auch eine Menge Abschlusspech. Zwischendurch führte der OHV sogar mit zwei Toren.
Gummersbach - Besser als erwartet und um einige Tore zu hoch verloren die Handballer des OHV Aurich das Auswärtsspiel der dritten Liga, Staffel Nord-West, bei der Reserve des VfL Gummersbach in der Gummersbacher Schwalbe-Arena mit 27:32. Bereits zum Seitenwechsel lag die Mannschaft von Trainer Pedro Alvarez mit 14:17 zurück und konnte diesen Rückstand im weiteren Verlauf der Begegnung nicht mehr wettmachen.
„Wir sind nicht ganz zufrieden mit der Leistung unserer Mannschaft, zu viele freie Bälle wurden nicht verwandelt“, bemerkte Aurichs Teammanager Ewald Meyer nach dem Spiel. Am nächsten Samstag tritt der OHV um 19 Uhr in der Auricher Sparkassen-Arena gegen die TSG A-H Bielefeld an.
Spieldaten
Aurich: Kuksa, Jungvogel; de Buhr, Wendlandt (2), Fujita (5), Vorontsov (5, davon 2 Siebenmeter), H. Stoehr (2), Engelbarts, Hertlein, Polishchuk (6), Molnar (1), Hegyi (4), Crnic, Puljic (2/1).
Spielfilm: 5:2 (7.), 5:6 (13.), 7:9 (18.), 13:13 (25.), 17:14 (30.), 20:17 (39.),26:22(47.), 28:26 (55.), 32:27.
Zeitstrafen: Gummersbach (2), Aurich (2).
Zuschauer: 86.
Siebenmeter: Gummersbach 3 / 3 verwandelt, Aurich 4 / 3 verwandelt.
Aurich führt mit zwei Toren
Ohne den in der zweiten Mannschaft des OHV Aurich im wichtigen Spiel der Oberliga Nordsee gegen die HSG Delmenhorst mitwirkenden sonstigen Spielmacher Jorit Reshöft trat der OHV in Gummersbach an. Für ihn übernahm zunächst Balasz Molnar die Regie. In der vorgezogenen Abwehrposition der Auricher Deckung wurde Reshöft recht erfolgreich von Henning Stöhr vertreten. Auf der Bank blieben zunächst auch der in der Woche kranke Schlussmann Edgars Kuksa und der ebenfalls angeschlagene Kreisläufer und Abwehrspezialist Jannes Hertlein.
Gummersbach agierte mit einer sehr offensiven Abwehr, die das Angriffsspiel der Gäste etwas schwieriger machte. Nach einer 5:2-Führung der Gastgeber kamen die Gäste immer besser ins Spiel und durch einen Wurf von Rostyvlas Polishuchuk ins leere Gummersbacher Tor zum verdienten 5:5-Ausgleich. Schon früh hatte Petar Puljic eine Zeitstrafe kassiert, für ihn kam Evgeny Vorontsov. Doch schon in der ersten Viertelstunde leisteten sich die Gäste einige Fehlpässe, die Gummersbachs Reserve immer wieder zu einem Gegentreffer nutzte.
Puljic und Co. treffen oft Aluminium
Trotz der vielen Unachtsamkeiten im Angriff gelang den Gästen beim 9:7 und beim 10:8 sogar ein Vorsprung von zwei Toren. Bis zum 14:14 blieb Aurich dran, dann enteilte Gummersbach zum 17:14-Halbzeitstand.
Mit Eddy Kuksa im Auricher Tor begann der zweite Abschnitt. Kuksa zeigte sein Können schon nach einer Minute, doch dann traf Pulijic im Gegenzug nur den Innenpfosten, verkürzte danach aber per Strafwurf auf 15:17, die Fehler häuften sich im Angriff des OHV, dazu trafen drei Auricher nur die Latte. Immer stärker wurde von Minute zu Minute Gummersbachs Torhüter. Trotz weiterer Paraden von OHV-Keeper Kuksa hielten die Gastgeber ihren Vorsprung. Die Auricher agierten im Angriffsspiel zu unkonzentriert, und leisteten sich zu viele Fehlpässe und -würfe. So musste Gummersbach den Vorsprung in den letzten Minuten nur noch verwalten und konnte diesen sogar noch bis zum 32:27-Ende weiter ausbauen.