Kontrolle von Autofahrern  Emder Blitzer werden modernisiert

Mona Hanssen
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Von Mona Hanssen
| 15.11.2023 20:15 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Emden hat zehn feste Blitzer - unter anderem an der Auricher und der Larrelter Straße. Teilweise sind diese in die Jahre gekommen. Der Blitzer an der Petkumer Straße (Foto) wurde im vergangenen Jahr bereits erneuert. Foto: F. Doden/Archiv
Emden hat zehn feste Blitzer - unter anderem an der Auricher und der Larrelter Straße. Teilweise sind diese in die Jahre gekommen. Der Blitzer an der Petkumer Straße (Foto) wurde im vergangenen Jahr bereits erneuert. Foto: F. Doden/Archiv
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Die zehn festen Blitzer-Anlagen in Emden sind teilweise in die Jahre gekommen. 2024 sollen einige schon modernisiert werden. Der Blitzer „Engelke“ hat seinen Kaufpreis indes schon fast wieder erarbeitet.

Emden - Emden hat zehn feste, also stationäre, Blitzer. Und die sind teilweise in die Jahre gekommen, sagte Hinrich Post, Leiter des Fachdienstes Straßenverkehr im Ratsausschuss für öffentliche Sicherheit, Ordnung und Bürgerservice am Dienstag. „Fünf haben zwingend Sanierungsbedarf.“ Damit meint er beispielsweise die Geräte an der Auricher Straße, die schon 2006 aufgestellt wurden und die ersten Blitzer dieser Art in der Stadt waren. Die Anlagen an der Petkumer Straße im Stadtteil Friesland folgten 2009.

Was und warum

Darum geht es: um den Zustand der Blitzer-Anlagen in Emden

Vor allem interessant für: Autofahrerinnen und Autofahrer, die in der Stadt Emden unterwegs sind

Deshalb berichten wir: Im Ratsausschuss für Öffentliche Sicherheit, Ordnung und Bürgerservice wurde der Zustand der Blitzer kurz angeschnitten. Weil sich viele Autofahrer für das Thema interessieren, berichten wir darüber.

Die Autorin erreichen Sie unter: m.hanssen@zgo.de

Im kommenden Jahr soll aber erst einmal unter anderem mit den festen Blitzern an der Larrelter Straße bei der „VW-Kreuzung“ begonnen werden. Eine Summe von 90.000 Euro ist dafür angedacht. Die Blitzer sollen auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. Denn: „Die technischen Herausforderungen steigen Jahr für Jahr“, so Post. Die Beamten, die die Eichung solcher Geräte regelmäßig vornehmen, seien sehr genau. Eine neue Software soll unter anderem verwendet werden, durch die auch die Auswertung der Daten leichter sein soll.

Engelke-Blitzer hat sich fast schon amortisiert

Der seit September 2022 aktive teilmobile Blitzer „Engelke“ habe indes schon „gut Fälle geliefert“. Das Gerät, das für etwa 260.000 Euro angeschafft wurde, habe sich fast schon amortisiert, meinte er. Er gehe davon aus, dass die Einnahmen durch die Bußgelder in Zukunft auch noch erhöht werden. Kämmerer Horst Jahnke betonte aber, dass man den Blitzer nicht allein für die Einnahmen angeschafft habe, sondern um die Verkehrssicherheit insbesondere vor Schulen und anderen Gebäuden zu stärken. Dort werde der Blitzer, der innerhalb der Stadt alle paar Wochen woanders hingefahren wird, häufig aufgestellt.

Der teilmobile Blitzer „Engelke“ ist kaum zu übersehen. Dennoch hat er seit seiner ersten Aufstellung im September des Vorjahrs schon einige Autofahrer erwischt. Foto: Hanssen/Archiv
Der teilmobile Blitzer „Engelke“ ist kaum zu übersehen. Dennoch hat er seit seiner ersten Aufstellung im September des Vorjahrs schon einige Autofahrer erwischt. Foto: Hanssen/Archiv

„Engelke“ war zuletzt auch in der Trogstrecke aufgestellt worden, um die dortigen Straßenarbeiten zu schützen. Autofahrer waren zuvor in teils stark erhöhtem Tempo an den Arbeitern vorbei gefahren und hätten diese in Gefahr gebracht. Wegen der Sanierung ist nur eine Fahrgeschwindigkeit von zehn Kilometern pro Stunde erlaubt. Vom 4. bis zum 6. Oktober waren insgesamt 14.058 Durchfahrten in beide Fahrtrichtungen registriert worden. Dabei seien 30 Verstöße festgestellt worden, hieß es Mitte Oktober auf Nachfrage dieser Zeitung. Die höchste festgestellte Geschwindigkeit, die der Blitzer auf der Trogstrecke gemessen hat, lag nach Abzug aller Messtoleranzen bei 44 Kilometer pro Stunde.

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Neuer mobiler Blitzer erwischt Temposünder

Vor kurzem habe „Engelke“ nun auch einen sehr viel kleineren Bruder bekommen, sagte Martin Wegbünder, Leiter des Fachdienstes Öffentliche Sicherheit und Ordnung. Es ist ein mobiler Blitzer, der nach Angaben der Stadt sowohl auf einem Stativ als auch in einem Fahrzeug installiert werden kann. Deshalb lässt es sich schnell und einfach aufbauen sowie flexibel einsetzen.

Seit dem Sommer hat Emden wieder einen vollmobilen Blitzer, der aber durch Personal betreut werden muss. Foto: Ortgies/Archiv
Seit dem Sommer hat Emden wieder einen vollmobilen Blitzer, der aber durch Personal betreut werden muss. Foto: Ortgies/Archiv

Innerhalb eines Tages kann er den Ort wechseln und ist für Autofahrer deutlich schwerer zu erkennen als „Engelke“. Seit dem Sommer war er mittlerweile 25 Mal zum Einsatz gekommen (Stand Oktober) - und zwar an unterschiedlichsten Orten. Daraus waren 134 Bußgeldverfahren gegen Temposünder hervorgegangen. Der mobile Blitzer können weniger häufig eingesetzt werden als die „große Schwester“, weil für dessen Einsatz Personal benötigt wird. „Engelke“ kann zwei Wochen autark an einer Stelle stehen.