Verpflegung, Entschädigung und Drohne  Gemeinde Krummhörn will mehr Geld für die Feuerwehr ausgeben

Hannah Weiden
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Von Hannah Weiden
| 10.11.2023 15:52 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Eine Drohne der Feuerwehr mit Wärmebildkamera und Lautsprecher fliegt während einer Feuerwehrübung über einem Übungsgelände der Bundeswehr. In der Gemeinde Krummhörn wird über die Anschaffung einer Drohne für die Feuerwehr diskutiert. Symbolfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Eine Drohne der Feuerwehr mit Wärmebildkamera und Lautsprecher fliegt während einer Feuerwehrübung über einem Übungsgelände der Bundeswehr. In der Gemeinde Krummhörn wird über die Anschaffung einer Drohne für die Feuerwehr diskutiert. Symbolfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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Mehr Geld für Verpflegung bei Einsätzen und mehr Geld für die Mandatsträger in der Feuerwehr. Die Anschaffung einer Drohne sorgte aber für Diskussionsstoff.

Krummhörn - Die Gemeinde Krummhörn wird in dem Haushalt für 2024 wohl deutlich mehr Geld für die Feuerwehr einplanen müssen. Bei der Ausschusssitzung für Feuerschutz hat sich das Gremium am Donnerstag an einigen Stellen dafür ausgesprochen. Worum gehts?

Versorgung

Rund 5000 Euro sollen in dem Haushalt 2024 für die Umsetzung eines Verpflegungskonzeptes eingeplant werden. Das hatte die Feuerwehr bereits bei der letzten Ausschusssitzung für Feuerschutz beantragt. Durch das Konzept sollen die Feuerwehrleute bei Einsätzen unkompliziert verpflegt werden können. Dafür braucht es zum Beispiel zwei Induktionskochplatten, Kochtöpfe, Tische, Bänke oder Schürzen und Rollwagen.

Aufwandsentschädigung

Dieses Thema beschäftigen Gemeinde, Politik und Feuerwehr nun schon länger. Die Feuerwehrleute bekommen je nach Posten einen Betrag für ihr Ehrenamt. Der Gemeindebrandmeister hat bisher zum Beispiel 274 Euro im Monat, die Ortsbrandmeister zwischen 50 und 60 Euro bekommen. Im Hinblick auf die Zusammenlegung der Feuerwehren in der Gemeinde und den dadurch größer werdenden Aufwand für die Mandatsträger sowie der Inflation hätten die Feuerwehrleute gern mehr Geld. Das sieht auch die Politik so.

Gisela Wübbena von der Gemeinde hat in der Ausschusssitzung ihren Vorschlag für die Anpassung der Entschädigung vorgestellt – an einigen Stellen unterschied sich das geringfügig von den Vorstellungen der Feuerwehr. Wübbena begründete ihre Ausarbeitung unter anderem mit Vergleichswerten aus anderen Kommunen. Dieser Vorschlag hätte monatliche Auszahlungen von 2740 Euro vorgesehen.

Am Ende gingen die Ausschussmitglieder jeden sich unterscheidenden Posten einzeln durch und stimmten letztlich den Vorschlägen der Feuerwehr zu. Statt bisher 1320,70 Euro monatlich soll die Gemeinde im nächsten Jahr nun insgesamt 3135 Euro je Monat an die Mandatsträger der Feuerwehr auszahlen. Ein paar Beispiele: Der Gemeindebrandmeister bekommt dann 300 statt 274 Euro, die Ortsbrandmeister einheitlich 100 statt zuvor 50 bis 60 Euro.

Drohne

Dieser Punkt sorgte am Donnerstag für eine recht lange Diskussion. Das Modell, das sich die Feuerwehr ausgesucht hatte, würde nämlich mit 16.500 Euro zu Buche schlagen – dem gegenüber steht das Modell, das Gisela Wübbena von der Gemeinde vorgeschlagen hatte. Es würde nur knapp 6000 Euro kosten. Die Politik sollte am Donnerstag darüber abstimmen, welches Modell angeschafft werden soll.

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Wie der stellvertretende Gemeindebrandmeister Michael Siebelds sagte, wäre das billige Modell zum einen gar nicht mehr lieferbar und würde den Anforderungen der Feuerwehr in der Krummhörn auch nur bedingt entsprechen. Das gewünschte Modell könne deutlich mehr als das billigere Modell – es sei zum Beispiel wasserfest und deutlich sicherer vor Ausfällen.

In der Politik war man sich zwar einig, dass die Beschaffung einer Drohne Sinn macht. Fragezeichen gab es aber unter anderem deshalb, weil es bisher nie Probleme dabei gegeben hat, Drohnen aus Nachbarkommunen zu nutzen. Auch über das Thema Förderung wurde diskutiert – es kam zum Beispiel die Frage auf, ob man die Drohne zu Teilen nicht auch aus Geldern des Katastrophenschutzes finanzieren könnte.

Am Ende einigte man sich darauf, zunächst 16.500 Euro im Haushalt einzuplanen und die Entscheidung darüber, welches Modell nun gekauft werden soll, noch einmal zu vertragen. Nun soll noch einmal geprüft werden, welches Modell mit welchen Förderungen gekauft werden soll. Durch die 16.500 Euro habe man sich aber den Spielraum geschaffen, sich zeitnah auch für das gewünschte Modell entscheiden zu können.

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