Berlin  Riskanter Alkoholkonsum nimmt bei deutschen Frauen leicht zu

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Von AFP User
| 09.11.2023 10:52 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
In einer Bar stehen ein Glas Aperol Spritz und ein Glas alkoholfreies Bier auf dem Tresen. Foto: dpa/Christophe Gateau
In einer Bar stehen ein Glas Aperol Spritz und ein Glas alkoholfreies Bier auf dem Tresen. Foto: dpa/Christophe Gateau
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Grundsätzlich scheint es weniger Interesse für Alkohol zu geben, denn insgesamt sinkt der Pro-Kopf-Konsum in Deutschland. Unter Frauen steigt er allerdings, wenn es um den riskanten Konsum geht.

Die Deutschen trinken weniger Alkohol – zumindest im langfristigen Trend. Der Pro-Kopf-Konsum ist in den vergangenen 40 Jahren bis heute teils deutlich gesunken, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervorgeht, die der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Donnerstag) vorliegt. „Der Pro-Kopf-Verbrauch von Reinalkohol ist in Deutschland in den letzten 40 Jahren zurückgegangen. Im internationalen Vergleich zählt Deutschland allerdings weiterhin zu den Hochkonsumländern“, hieß es in der Antwort des Bundesgesundheitsministeriums.

Insgesamt trinken demnach heute weniger Menschen Bier, Wein, Sekt und Schnaps als vor 40 Jahren. Trotzdem konsumiert noch über die Hälfte der Deutschen regelmäßig Bier (55,2 Prozent) oder Wein und Sekt (50,8 Prozent). Rund ein Drittel (32,8 Prozent) hatte im vergangenen Monat zu Spirituosen gegriffen.

Die folgende Statista-Grafik zeigt, wie sich das Alkoholinteresse in Deutschland zwischen den Generationen verändert hat:

Dabei unterscheidet sich das Trinkverhalten vor allem nach dem Geschlecht der Konsumenten. So favorisieren Männer eher Bier, Frauen dagegen Wein oder Sekt. Pro Woche trinken Männer, die Bier trinken, im Mittelwert 2,1 Liter – 1995 waren es noch 3,5 Liter. Frauen kommen auf einen wöchentlichen Bierkonsum von 0,8 Litern (1995: 1,2 Liter). Beim Wein liegt die von Frauen pro Woche konsumierte Menge bei 0,5 Litern, Männer trinken 100 Milliliter weniger.

Während der riskante Konsum bei Männern langfristig zurückgeht, ist er bei Frauen allerdings konstant und zuletzt sogar leicht angestiegen. Laut Bundesregierung tranken 13 Prozent der Bevölkerung im Jahr 2021 in einem riskanten Maß Alkohol, im Jahr 1995 waren es dagegen noch 16,4 Prozent. „Ein ähnlicher, rückläufiger Trend ist auch bei männlichen Teilnehmern zu beobachten, bei denen der riskante Konsum im Jahr 1995 bei 20,0 Prozent lag und bis 2021 auf 12,5 Prozent gesunken ist. Hingegen hat sich bei weiblichen Teilnehmerinnen eine leichte Steigerung des riskanten Konsums ergeben, von 12,9 Prozent im Jahr 1995 auf 13,5 Prozent im Jahr 2021“, schrieb das Ministerium.

Weiterlesen: Wann wird Ihr Alkoholkonsum zum Problem? Auf diese Signale sollten Sie achten

Unter riskantem Konsum versteht man 24 bis 60 Gramm Alkohol pro Tag bei Männern und 12 bis 40 Gramm bei Frauen. Zur Einordnung: Zwölf Gramm Alkohol sind in einem Glas Bier (300 ml), Wein (125 ml) oder einem doppelten Schnaps (40 ml) enthalten.

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