Austin Bumble-Gründerin tritt zurück – was die neue Chefin mit der Dating-App vorhat
Die Gründerin der Dating-App Bumble war eine der jüngsten Self-Made-Milliardärinnen. Nach zehn Jahren gibt Whitney Wolfe Herd die Konzernleitung ab. Die Nachfolgerin steht schon fest.
Die auch hierzulande beliebte Dating-App Bumble bekommt einen neue Leitung: Whitney Wolfe Herd tritt als CEO zurück, bleibt aber in der Führungsriege. Wie das „Wall Street Journal“ berichtete, soll ab 2. Januar Lidiane Jones an der Spitze nachrücken.
Die US-Brasilianerin leitet derzeit den Büro-Chatdienst Slack und war zuvor bei den Tech-Firmen Salesforce, Microsoft und Sonos tätig.
Es sei ihr ein großes Anliegen, „den Staffelstab an eine Führungskraft und Frau weiterzugeben, für die ich tiefen Respekt habe“, wird die scheidende Bumble-Chefin Wolfe Herd in einem Statement zitiert. Die heute 34-Jährige war Mitgründerin der Dating-App Tinder, verließ das Unternehmen aber 2014 und entwickelte Bumble.
Die neue CEO von Bumble, Lidiane Jones, plant, Künstliche Intelligenz in die Dating-Apps einzubauen. Details sind noch nicht bekannt. KI könne zum einen helfen, dem Nutzer passendere Profile vorzuschlagen. Zum anderen „um Nutzungserlebnisse zu schaffen, die sich natürlicher anfühlen bei der Online-Partnersuche“, sagte Jones dem Magazin „Fast Company“. Zudem soll KI die Nutzung der Plattform sicherer machen.
Das Unternehmen Bumble mit Sitz in Texas gibt mittlerweile vier Apps heraus: Bumble, Official, Badoo und Fruitz. Bumble hat nach Unternehmensangaben 3,6 Millionen zahlende Nutzer, deutlich mehr nutzen die Apps kostenlos.
2021 ging Bumble an die Börse und Wolfe Herd wurde mit 31 Jahren eine der jüngsten Self-Made-Milliardärinnen. Mittlerweile werden Bumble-Aktien an der Wall Street um 80 Prozent niedriger gehandelt. Hintergrund sind nach Jahren des Booms stagnierende Nutzerzahlen über alle großen Dating-Apps hinweg. Einer aktuellen Umfrage unter US-Studenten zufolge nutzt nur noch jeder fünfte Student in den USA eine Dating-App. In Deutschland nutzen dagegen 77 Prozent der befragten 16- bis 29-Jährigen und ein Drittel der über 50-Jährigen einen Online-Dating-Dienst.
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