Kurz vor der Umsetzung Hier entsteht Hintes erster Jugendplatz
Rund 40.000 Euro kostet diese Premiere für die Gemeinde Hinte: Im Gewerbegebiet entsteht gerade der erste Jugendplatz. Bald sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
Hinte - Was im Juni noch unklar war, steht jetzt fest: der Jugendplatz in Hinte hat seinen Ort gefunden – und er ist auch schon fast fertig gebaut. Das sagte Hintes Bürgermeister Uwe Redenius (parteilos) am Montag im Gespräch mit dieser Zeitung. Bis Ende des Jahres müssen die meisten Arbeiten abgeschlossen sein.
Was und warum
Darum geht es: Auf Hintes erstem Jugendplatz soll es auch Möglichkeiten für Tischtennis und Graffiti geben.
Vor allem interessant für: diejenigen, die Kinder im jugendlichen Alter haben; die ehemaligen und künftigen Mitglieder des Kinder- und Jugendparlaments in der Gemeinde.
Deshalb berichten wir: Bei einem Gespräch mit Bürgermeister Uwe Redenius ging es auch um den Jugendplatz. Den Autor erreichen Sie unter: c.hock@zgo.de
Der Platz entsteht gerade im Gewerbegebiet am Ammolandsweg in Hinte. Die Grundidee ist bereits erkennbar: der Platz wurde gepflastert und zwei Überseecontainer wurden aufgestellt. Sie bilden einen gewissen Rahmen für den Platz. Wie Redenius sagte, fehlen noch Sitzgelegenheiten wie Bänke, eine Überdachung und eine Outdoor-Tischtennisplatte. Auch soll noch die Möglichkeit geschaffen werden, dort an einer Wand oder ähnlichem Graffiti zu sprühen, zudem soll das Gelände noch etwas abgeschirmt werden und eine neue Beleuchtung muss auch noch angebracht werden. „Dann wird es auch noch einen WLAN-Hotspot geben“, so Redenius.
Nicht am Wasser, aber sonst nahe der Wunschliste
Mit den noch anstehenden Arbeiten wird dann endlich ein Wunsch des früheren Jugendparlaments in Erfüllung gehen, der auch in der politischen Diskussion für etwas Hin und Her sorgte. Schon im Mai vergangenen Jahres äußerte das Jugendparlament der Gemeinde Hinte den Wunsch nach einem Treffpunkt für Kinder und Jugendliche, der bestenfalls sowohl allwetterfest als auch etwas abgelegen sein sollte, damit niemand gestört wird, und „gerne am Wasser gelegen“.
Lange wurde über den richtigen Standort diskutiert, da der Vorschlag, den Jugendplatz am Haus Simon zu errichten, von der Politik keinen Zuspruch fand. Nun hat sich ein geeigneter Ort im Gewerbegebiet gefunden. „Wir konnten fast alle Wünsche erfüllen, nur am Wasser liegt der Platz leider nicht“, so Redenius. Dafür sei der Platz zentral gelegen, mit Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe. Ob der Jugendplatz ewig an diesem Standort bleibt, ist offen. „Hier war er schnell umzusetzen“, so der Bürgermeister.
Fördergelder genehmigt
Eine schnelle Umsetzung war wichtig, weil es für den Platz 35.000 Euro an Fördergeldern gibt. Die müssen aber bis Ende dieses Jahres abgerufen werden. Das Geld kommt aus dem niedersächsischen Aktionsprogramm „Startklar in die Zukunft“, der Eigenanteil der Gemeinde beläuft sich auf 5000 Euro. Das Grundstück, auf dem der Jugendplatz jetzt entsteht, gehört der Gemeinde. „Es gab auch noch andere Optionen“, sagte der Redenius. Diese befänden sich aber entweder auf Grundstücken, die hätten angekauft werden müssen, oder für die eine Änderung des Bebauungsplanes notwendig gewesen wäre.
Redenius erklärte, dass die geplante Konstruktion des Jugendplatzes vor allem die Möglichkeit einer einfachen und relativ kurzfristigen Montage und Demontage biete, falls das Interesse in einigen Jahren schwinden oder der Standort sich doch als ungeeignet herausstellen sollte.
Doch zunächst bleibt der Platz da, wo er ist. Das geplante Traversendach soll bald aufgebaut werden, so Redenius. Zudem soll auch noch die nähere Umgebung gestaltet werden. Eine Grobzeichnung sieht zum Beispiel noch eine Sitzgruppe etwas abseits der Container vor.