Esens empfängt Garrel Auf das Heimspiel folgen die Auftritte der TuS-Neulinge
Die Landesliga-Fußballer möchten am Sonnabend am liebsten aus zwei Gründen feiern. Dafür muss gegen den starken Mitaufsteiger aber was Zählbares her.
Esens - Beim TuS Esens ist es wie bei vielen anderen Fußballvereinen: Wer neu zur Mannschaft dazustößt, muss etwas aufführen. Meistens singt derjenige ein Lied. Beim Esenser Landesliga-Team ist es darauf aber nicht beschränkt. Jeder Neuzugang kann sich frei aussuchen, wie er seinen Einzelauftritt gestaltet. „Da haben wir in den Vorjahren schon vieles gehabt – von Gesang über Tanzen bis hin zum Geschichten-Erzählen. Gerne darf sich auch verkleidet werden“, verrät Trainer Ralf Backhaus. „Ich bin gespannt, was sich die Jungs diesmal einfallen lassen.“ Denn nach dem Landesliga-Spiel an diesem Sonnabend um 16 Uhr gegen Mitaufsteiger BV Garrel steht die Einstandsfeier der Neuzugänge im TuS-Heim an.
Bislang waren die Auftritte der Neulinge in die Weihnachtsfeier der Esenser Mannschaft integriert. „Aber da haben wir mit Ehrungen und Co. schon einen vollen Programmplan. Deshalb haben wir die Neuzugangsauftritte diesmal ausgekoppelt und vorgezogen“, sagt Backhaus. Acht Neulinge sind es beim Esenser Team. Acht Auftritte wird es an diesem Samstag aber nicht geben. Ben Smidt fehlt krankheitsbedingt.
„Wohlfühlphase“ der Gegner soll enden
Der zentrale Mittelfeldspieler steht entsprechend auch nicht für das Spiel gegen Garrel zur Verfügung, ebenso wie Neuzugang Fred Kwasi Ocloo, dem eine Hüft-Operation bevorsteht. Allgemein ist das Lazarett beim TuS derzeit relativ groß. Verteidiger Frank Til plagt sich noch mit einem Muskelfaserriss herum, Spielgestalter Niklas Pinkernell mit einer Fußprellung. Angreifer Torben Freudenberg zwickt es im Rücken und Defensivmann Norbert Köneke ist nach einem Tritt im vergangenen Spiel angeschlagen. Die beiden Torjäger Manuel Meints und Niklas Sukowski klagen über muskuläre Probleme und sind fraglich für das Garrel-Spiel. Obendrein sind Christoph Brinkmann und Hauke Bents am Samstag beruflich verhindert. „Immerhin haben wir Jan-Hendrik Keiser wieder reaktivieren können“, freut sich Ralf Backhaus. Er grübelt nicht nur, wen er in die Startelf befördert, sondern zieht auch eine Systemumstellung in Erwägung.
Unabhängig von Personal und System fordert Backhaus von seinen Spielern: „Die Wohlfühlphase unserer Gegner in unserer Hälfte muss aufhören. Wir waren zuletzt zu weit weg von den Leuten. Wir müssen wieder dahinkommen, sicher zu stehen und müssen zweikampfstärker werden.“
Garrel reist mit Ex-Emder an
Genau das seien Attribute, die den Gegner Garrel auszeichnen, so Backhaus. Der Erfahrung der Garreler, die sich im Sommer unter anderem mit Nick Köster von Kickers Emden verstärkt haben, steht die Unbekümmertheit der jungen Mannschaft des TuS gegenüber.
Esens steht mit sieben Punkten aus elf Partien im Tabellenkeller, Garrel mit 18 Zählern im Ligamittelfeld. „Wir müssen ruhig bleiben und an uns glauben“, sagt Backhaus. „Ein Sieg am Samstag täte uns nicht nur tabellarisch gut, sondern würde auch die Stimmung für die anschließende Feier anheben.“