Berlin Den Garten winterfest machen: Das sollten Sie beachten
Im Winter sind einige Pflanzen auf einen besonderen Schutz angewiesen und auch ohne exotische Pflanzen kann es sinnvoll sein, den Garten für den Winter zu rüsten. Hier sind einige Tipps, wie Sie Ihren Garten auf Frost und Kälte vorbereiten.
Noch bevor der erste Nachtfrost kommt, sollte der eigene Garten winterfest gemacht werden, denn besonders empfindliche Pflanzen brauchen Schutz vor der Kälte. Zwar gibt es auch winterharte Pflanzen, doch auch beim Rasen und gewöhnlicheren Pflanzen gibt es einige Tipps, damit sie den Winter unbeschadet überstehen.
Gerade bei Rasen und Sträuchern kann auch der Herbst schon genutzt werden, um einige Vorbereitungen zu treffen. So kann man sich umständliche Notlösungen zum Pflanzenschutz im Winter ersparen, denn viele natürliche Frostschutzmittel stammen aus dem eigenen Garten.
Auf Beeten und auch bei frisch gepflanzten Bäumchen kann Laub als organisches Frostschutzmittel genutzt werden. Zwar müssen die Blätter vom Rasen entfernt werden, um Fäulnis und beschädigte Stellen im Frühjahr zu vermeiden, doch das Laub kann man gut für die übrigen Pflanzen im Garten verwenden. Eine Laubschicht von höchstens fünf Zentimetern reicht aus, um anfällige Pflanzen frostsicher zu machen.
Auch organischer Mulch kann Pflanzen vor Frost schützen. Zum Teil benötigen auch winterharte Kübelpflanzen einen gewissen Schutz. Diese sollten möglichst nahe an der Hauswand stehen. Mulch oder Laub schützt auch hier die Wurzeln vor Frost, wobei auch Schilfmatten, die um den Topf gewickelt werden, vor Kälte schützen.
Das Gleiche gilt für kleine Bäumchen. Gerade hier treten zudem oft Frostrisse auf, die entstehen, wenn die Sonne nur eine Seite der Baumrinde erwärmt. Die Rinde kann mit pflanzenverträglicher, weißer Farbe bestrichen werden oder man umwickelt sie mit Schilf- und Bambusmatten, um Rissen vorzubeugen.
Auch Sonneneinstrahlung trägt zu möglichen Frostschäden bei. Besonders immergrüne Pflanzen sind von der sogenannten Frosttrockenheit oft betroffen. Bei der Frosttrockenheit scheint die Sonne über einen längeren Zeitraum bei Frost auf die Pflanze. Die Blätter verdunsten so Wasser, die Wurzeln können aus der gefrorenen Erde aber kein Wasser nachliefern.
Ob es einen Frostschaden gibt, ist beim Anritzen der Rinde mit einem Messer zu erkennen. Ist unter der Rinde kein Grün mehr zu erkennen, ist die Pflanze eingegangen. Auch hier können Weidematten helfen, die um die Pflanze gestellt werden. So dienen die Matten als Sonnenschutz. Ein schattiger Abstellort kann ebenfalls helfen.
Auch Schnee sollte im Winter regelmäßig von den Pflanzen im Garten entfernt werden, da sonst Äste und sogar ganze Pflanzen abknicken können.
Auf das Zurückschneiden von Stauden sollte jedoch verzichtet werden. Bereits ab Oktober sollten auch Hecken nicht mehr geschnitten werden. Zum einen schützen die abgestorbenen Blätter und Fruchtstände die Pflanzen, zum anderen dienen sie Insekten, anderen kleinen Lebewesen und auch Vögeln noch immer als Nahrungsmittel und bieten eine Möglichkeit zu überwintern.
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Auch um Insekten und andere Tiere zu schützen, lohnt es sich daher, Laub vom Rasen nicht einfach wegzuwerfen, sondern weiterzuverwenden. Neben dem Frostschutz finden so auch Igel und andere Tiere Schutz. Sollten Sie Vögel füttern wollen, sollten Sie darauf achten, dass kein Futter auf dem Boden verstreut wird, da sonst Ratten angelockt werden.
Zudem sollten die Vögel nicht durch das eigene Futter laufen können, da es sonst durch Kot verschmutzt werden könnte. Sollten Sie dennoch auf ein solches Vogelhaus zurückgreifen wollen, sollten Sie es regelmäßig reinigen.