Leer gewinnt 2:0  Germania-Coach sieht nach dem Sieg Rot

Helmut Borgmann
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Von Helmut Borgmann
| 01.10.2023 20:24 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Nichita Murovanii erzielte die 1:0-Führung für Leer. Später flog er vom Platz. Foto: Damm
Nichita Murovanii erzielte die 1:0-Führung für Leer. Später flog er vom Platz. Foto: Damm
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Der Fußball-Bezirksliga-Spitzenreiter Leer hat trotz Unterzahl mit 2:0 beim SV Jheringsfehn/Stikelkamp/Timmel gewonnen. Ein Torschütze sah die Ampelkarte.

Jheringsfehn - Im Meisterschaftsspiel der Bezirksliga standen sich am Sonntagnachmittag der Tabellendreizehnte SV Jheringsfehn/Stikelkamp/ Timmel und der Tabellenführer VfL Germania Leer gegenüber. In einer intensiven und kampfbetonten Partie setzten sich die Gäste verdient mit 0:2 Toren durch. Nach der frühen Führung durch Nichita Murovanii dauerte es bis in die Nachspielzeit hinein, ehe Torjäger Piotr Gherman den Sieg endgültig eintütete. Negative Höhepunkte waren die Gelb-Rote Karte für Nichita Murovanii für ein Foulspiel und die Rote Karte für Germanias Trainer Erhan Colak nach Spielschluss.

Letzterer resümierte kurz nach dem Spiel: „Die Gastgeber haben gar nicht mitgespielt und nur defensiv agiert. Wir haben uns gegen dieses Bollwerk schwer getan, müssen aber unsere zahlreichen Chancen besser nutzen. Dann wäre das Spiel auch schon früher entschieden gewesen.“

Starke Nazari-Vorarbeit beim 1:0

Das Match begann sehr hektisch, denn schon in der zweiten Spielminute sah Germanias Verteidiger Baran Saracoglu nach einem taktischen Foul die Gelbe Karte. Nur kurze Zeit später erlaubte sich derselbe Spieler erneut ein Foul und hatte Glück, dass Schiedsrichter Niko Sommer es bei einer strengen Ermahnung beließ. Germanias Trainer Erhan Colak handelte sofort und brachte mit Danila Ichim einen neuen Abwehrspieler. Danach gingen die Gäste schon in der 8. Minute in Führung. Zolfaqhar Nazari ließ auf der linken Seite gleich zwei Abwehrspieler ins Leere laufen und passte in den Lauf von Nichita Murovanii. Dieser jagte den Ball aus elf Metern unhaltbar ins rechte untere Eck.

Nur kurze Zeit später tauchte der Torschütze allein vor Keeper Jannik Heiten auf, vergab aber zu überhastet. In der 22. Spielminute konnte sich Germanias Mittelfeldspieler Hennes Janssen auf der rechten Seite gekonnt durchsetzen. Seine gefühlvolle Flanke verpasste Torjäger Piotr Gherman nur knapp, so dass auch diese Chance verpuffte. Am Ende der ersten Halbzeit hatten die Gastgeber bei einem schnell vorgetragenen Konter Pech, dass ihr Stürmer Reyk de Buhr knapp im Abseits stand. Dies war die einzige Chance aufseiten der Platzherren.

Jheringsfehns Trainer lobt das Team

In der zweiten Halbzeit hielt die spielerische Überlegenheit der Gäste an. Wie schon vor der Pause mangelte es dem Spitzenreiter aber an Tempo, Präzision und Entschlossenheit im letzten Drittel. So musste in der 55. Minute schon eine Standardsituation herhalten, um für Torgefahr zu sorgen. Abwehrspieler Ion Danilov traf mit einem Freistoß aus 25 Metern nur den Pfosten. Kurz nach seiner Einwechslung zog in der 75. Minute Sebastian Kulas unwiderstehlich davon und spielte in der Mitte zu Danila Ichim. Dieser vergab aber freistehend aus fünf Metern die vorzeitige Entscheidung.

Diese besorgte dann Torjäger Piotr Gherman in der ersten Minute der Nachspielzeit, als er aus wenigen Metern einen Abpraller zum 0:2 verwertete. Jheringsfehns Trainer Matthias Welzel bilanzierte nach Spielschluss: „Mit der Leistung meiner Mannschaft gegen den aktuellen Tabellenführer bin ich sehr zufrieden. Unsere Defensive stand während des gesamten Spiels sehr gut. Leider haben wir durch eine Unachtsamkeit beim ersten Gegentor dem Gegner eine frühe Führung ermöglicht.“

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