USA  Neue KI von Meta: Verbrechen lösen mit Paris Hilton

Henry Borgelt
|
Von Henry Borgelt
| 28.09.2023 20:19 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Meta-CEO Zuckerberg stellt die neusten KI-Bots vor. Foto: dpa/AP | Godofredo A. Vásquez
Meta-CEO Zuckerberg stellt die neusten KI-Bots vor. Foto: dpa/AP | Godofredo A. Vásquez
Artikel teilen:

Der Meta-Chef Mark Zuckerberg hat eine neue Generation von KI-Bots vorgestellt. So soll die Künstliche Intelligenz in den Alltag integriert werden. Mithilfe der KI sollen Nutzer von Whatsapp zukünftig mit Abbildern von diversen Promis reden können.

Der Detektivpartner von Paris Hilton sein, mit einem draufgängerischen Kendall-Jenner-Abbild sprechen oder in ein Abenteuer mit Snoop Dogg eintauchen: All das soll nach den Vorstellungen des Meta-Konzerns bald möglich sein. In einer Präsentation stellte der CEO der Facebook-Mutter, Mark Zuckerberg, diverse KI-Neuheiten vor. Chatbots und Künstliche Intelligenz (KI) sollen so in den Alltag vieler Menschen gelangen.

Doch nicht nur die thematischen KI-Begleiter sollen bald für viele Menschen zugänglich sein. Auch in privaten Chats sollen KIs bald eine Rolle spielen. Dabei geht es nicht nur um KI-generierte Emojis und Sticker.

Die neuen Meta-Bots sollen auf verschiedene Themen spezialisiert sein und unterschiedliche Funktionen haben. Dabei leihen Prominente wie Kendall Jenner und Paris Hilton – gegen eine Bezahlung – ihre Gesichter der KI. So soll man mit einer Detektivin, die nach Paris Hilton modelliert ist, Verbrechen lösen können oder einen Sport-Bot nach dem Aussehen von Football-Star Tom Brady zu Sportthemen befragen. Im „AI Studio“ soll man auch eigene Künstliche Intelligenzen entwickeln können.

Zudem soll die KI auch schon bald in den Konversationen der Nutzer aushelfen. Gerade die Chatbots „ChatGPT“ und Googles Ableger „Bard“ erlauben eher eine Unterhaltung zwischen Mensch und KI. Meta will die KI in die Gespräche zwischen Menschen einbinden und so beispielsweise bei einer Diskussion über die besten vegetarischen Rezeptideen schnell und sofort im Chat aushelfen.

Ein Ziel der neuen KIs: Die Nutzer sollen länger auf den jeweiligen Plattformen wie Whatsapp, Facebook und Instagram gehalten werden. Bleiben Nutzer länger, kann Meta so einfacher Werbekunden gewinnen, da die Verweildauer auf einer Plattform für Werbekunden wichtig ist.

Neben den personalisierten KI-Helfern sollen auch künstlich generierte Bilder in die Meta-Produkte integriert werden. So sollen solche Bilder direkt in Chats erstellt und gepostet werden können. Außerdem sollen die Sticker, die es auch jetzt schon gibt und ähnlich wie die bekannten Emojis funktionieren, zukünftig auch selbst in den Meta-Chats per KI generiert werden können. So ließen sich laut Meta beispielsweise Einhorn-Geburtstagskuchen-Sticker erstellen.

Bereits andere KI-Programme, die Fantasiefotos erstellen können, haben gezeigt, dass so praktisch unbegrenzte Möglichkeiten entstehen. Das birgt jedoch Gefahren.

Testen Sie hier, ob Sie KI-Bilder von echten Fotos unterscheiden könnten.

Künstliche Intelligenz werde verändern, wie Menschen die meisten Produkte von Meta nutzen, betonte Zuckerberg. Da KI-Software manchmal unerwartete und problematische Inhalte erzeugen kann, werde sich Meta mehr Zeit mit der Einführung solcher Funktionen als sonst üblich lassen. Man wolle verantwortungsvoll vorgehen.

So gab das Unternehmen an, die KI-erstellten Bilder mit einem Wasserzeichen zu versehen, das die Bilder als ein KI-Produkt kennzeichnet. Ahmad Al-Dahle, Metas Vizepräsident für KI erklärte zudem, dass in sogenannten „Red-Team“-Szenarien Gefahren und der Missbrauch der KI getestet werde. Dafür wende der Konzern tausende Stunden auf.

Seit einigen Jahren setzt der Meta-Konzern bereits auf virtuelle Welten. Zuckerberg nannte den Konzern in Meta um, der Fokus auf die virtuelle Umgebung, das „Metaverse“, soll so unterstrichen werden. Die Entwicklung der KI-Systeme von Meta verschlingt jedes Quartal Milliarden von US-Dollar.

Ähnliche Artikel