Ausgebrannter Frachter „Fremantle Highway“ ist auf dem Weg nach Rotterdam
Der Unglücks-Frachter „Fremantle Highway“ ist wieder in Bewegung: Er verlässt aktuell Eemshaven in Richtung Rotterdam. Dort kommt das Schiff bei der Damen-Werft unter.
Eemshaven/Rotterdam - Der ausgebrannte Autofrachter „Fremantle Highway“ soll in den kommenden Monaten in der Reparaturwerft der Damen Shipyards Group in Rotterdam liegen. Das bestätigte Unternehmenssprecher Rick van de Weg am Donnerstag auf Anfrage unserer Redaktion. Das Schiff, das Ende Juli bei einem Feuer auf der Nordsee schwer beschädigt wurde und seit Anfang August in Eemshaven liegt, werde am Sonnabend gegen Mittag vor Ort erwartet. Der Hafen Rotterdam gibt als erwartete Ankunftszeit weiterhin Donnerstagabend gegen 20.30 Uhr an – doch scheint dies unrealistisch, soll sich die „Fremantle Highway“ doch erst am Donnerstagnachmittag von Eemshaven aus auf den Weg machen.
In Rotterdam seien weitere Aufräumarbeiten und Inspektionen auf dem Frachter geplant, schreibt van de Weg. Für die Arbeiten seien vier bis fünf Monate eingeplant. „Wir sind stolz darauf, die ‚Fremantle Highway‘ im Auftrag von Koole Contractors unterbringen zu können“, sagte Damen-Geschäftsführer Peter Altena laut Mitteilung. Das Unternehmen Koole Contractors ist nach eigenen Angaben auf Abrissarbeiten, Sanierungen und die Beseitigung von Wracks spezialisiert. Was genau mit der „Fremantle Highway“ geschehen soll, ist bisher nicht bekannt. „Aber es ist eine großartige Sache, dass wir in den Niederlanden noch Platz haben, um solche Projekte ungestört und sicher für Mensch, Natur und Umwelt umzusetzen“, so Altena.
„Fremantle Highway“ muss für Kreuzfahrtschiff Platz machen
Der Autofrachter ist nach dem in der Nacht zum 26. Juli ausgebrochenen Feuer schwer beschädigt. Ein Besatzungsmitglied aus Indien war infolge des Brandes ums Leben gekommen. Zunächst war das knapp 200 Meter lange Schiff am 3. August nach Eemshaven geschleppt worden, doch es war klar, dass es dort bis Mitte Oktober wieder verschwunden sein muss. Dank des Einsatzes aller Beteiligten könne die „Fremantle Highway“ nun pünktlich den Hafen verlassen und damit Platz für ein erwartetes Kreuzfahrtschiff machen, teilte der Hafenbetreiber Groningen Seaports am Donnerstag mit. Es sei eine große Herausforderung gewesen, den Autofrachter in Eemshaven zu empfangen, doch nun sei man stolz darauf, dass Eemshaven hierbei eine Rolle gespielt habe..
„Wir sind froh, dass eine größere Katastrophe im Wattenmeer verhindert werden konnte“, schreibt Groningen Seaports. Nach dem Feuer hatte es auch in Ostfriesland die Sorge gegeben, dass der Frachter Schweröl verlieren oder mitsamt der knapp 3800 Autos an Bord sinken könnte. Mittlerweile ist der Treibstoff aus dem Schiff gepumpt und rund 1000 Autos, die vom Feuer weitgehend verschont geblieben sind, wurden von Bord geholt.
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