Hamburg Grafik zeigt: Vor diesen Krankheiten haben die Deutschen am meisten Angst
Am Donnerstag ist Welt-Alzheimertag. Die Krankheit wird im Vergleich zu früher deutlich häufiger diagnostiziert. Trotzdem steht sie nicht an der Spitze der Erkrankungen, vor denen die Deutschen am meisten Angst haben, wie eine Befragung ergibt.
Verwandte werden nicht mehr erkannt, die einfachsten Dinge werden vergessen, das Gefühl für Ort und Zeit geht verloren, die Sprache wird undeutlich und inhaltsleer: Das sind erste Symptome einer Alzheimer-Erkrankung. Im Zeitraum von 2019 bis 2021 wurden rund 60.000 Diagnosen von Alzheimer in deutschen Krankenhäusern gestellt – das sind fast doppelt so viele wie noch zur Jahrtausendwende.
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Ähnlich verhält es sich mit den Todesfällen: Waren es zwischen 2001 und 2003 noch etwa 14.900 Todesfälle, stieg die Zahl zwischen 2019 und 2021 auf etwa 27.500, wie die folgende Statista-Grafik zeigt:
Entsprechend sorgen sich viele Menschen um ihre Gesundheit. Einer Befragung der DAK-Krankenkasse zufolge hat etwa jeder zweite Deutsche Angst davor, an Demenz zu erkranken, wozu auch Alzheimer gehört.
Bei Alzheimer sammeln sich abnormale Mengen von natürlichen Proteinen im Gehirn an, verklumpen und zerstören somit wichtige Zellfunktionen. Nachrichten von einer zur anderen Region im Gehirn können in der Folge nicht gesendet werden. Auch das Alter spielt eine Rolle. Ab dem 65. Lebensjahr steigt das Risiko einer Demenzerkrankung enorm. Aber hier zeigt die Tendenz, dass auch jüngere Menschen nicht von einer Erkrankung verschont bleiben, wie die Deutsche Alzheimer Gesellschaft berichtet.
Die DAK-Befragung zeigt jedoch, dass Alzheimer nicht die größte Krankheitssorge unter den Deutschen ist: Noch häufiger Angst besteht vor Krebs – 72 Prozent der Befragten äußerten entsprechende Bedenken. Nach diesen beiden Krankheiten folgen die Ängste vor Schlaganfällen, Herzinfarkten und schweren Augenerkrankungen. Die Angst vor einer Corona-Erkrankung betrifft etwa jeden Fünften, wie die folgende Statista-Grafik darstellt:
Viele der aufgezählten Krankheiten gehören tatsächlich zu den häufigsten Todesursachen, wie das Statistische Bundesamt feststellt. Als häufigste Ursache werden Krankheiten des Kreislaufsystems genannt, worunter auch Schlaganfälle und Herzinfarkte fallen. Dem Bundesamt nach starben im Jahr 2021 insgesamt 340.619 Menschen daran, darunter waren 45.181 Herzinfarkte, die einen Tod zur Folge hatten. Bei Schlaganfällen waren es 10.629 Todesfälle.
Krebs stellt die zweithäufigste Todesursache dar – im Jahr 2021 starben 237.160 Menschen in Folge der Erkrankung. Bezüglich Corona-Erkrankungen, die in der Tabelle einen großen Abstand zu Kreislauf- und Krebserkrankungen haben, hat das Statistische Bundesamt in dem Jahr 71.331 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gezählt.