Ausgebrannter Autofrachter „Fremantle Highway“ verlässt Eemshaven
Seit Anfang August liegt der ausgebrannte Autofrachter „Fremantle Highway“ in Eemshaven. An diesem Donnerstag soll er für weitere Arbeiten nach Rotterdam geschleppt werden.
Eemshaven - Der ausgebrannte Autofrachter „Fremantle Highway“ soll an diesem Donnerstag Eemshaven verlassen und nach Rotterdam geschleppt werden. Das berichtete der niederländische Sender RTV Noord am Mittwochabend auf seiner Webseite und verwies dabei auf einen Sprecher des Hafenbetreibers Groningen Seaports. Auf der Homepage des Hafens Rotterdam war am Mittwoch bereits zu sehen, dass die „Fremantle Highway“ dort für Donnerstagabend erwartet wird.
Verwirrung um Autos auf Unglücksfrachter
Alle 3800 Autos von „Fremantle Highway“ gebracht
„Fremantle Highway“ soll wieder fahrtüchtig werden
Explosion erschütterte „Fremantle Highway“
Der Frachter war bei einem Feuer vor der niederländischen Insel Ameland Ende Juli schwer beschädigt worden. Ein Besatzungsmitglied starb während der Evakuierung des Schiffs. Nun soll sich die „Fremantle Highway“ laut RTV Noord am Donnerstag gegen 15 Uhr mithilfe von Schleppern auf den Weg machen und etwa eine Stunde später die Hafenmündung verlassen. In Rotterdam wird das Schiff nach Angaben des dortigen Hafens gegen 20.30 Uhr erwartet. Dort solle es weiter demontiert werden, berichtete RTV Noord.
Tausende zerstörte Autos sind noch an Bord
Die „Fremantle Highway“ liegt seit dem 3. August in Eemshaven. Dorthin war der Frachter mit knapp 3800 Autos an Bord geschleppt worden, nachdem er infolge des Brandes nicht mehr fahrtüchtig war. Hunderte Schaulustige verfolgten vor sieben Wochen die Ankunft des Schiffs in Eemshaven – auch Urlauber aus Deutschland wollten sich den knapp 200 Meter langen Stahlkoloss nicht entgehen lassen.
In den vergangenen Wochen waren etwa 1000 Autos, die den Brand relativ unbeschadet überstanden hatten, von Bord gefahren worden. Die Bergungsexperten des zuständigen Unternehmens Boskalis entschieden sich dazu, die übrigen Fahrzeuge zunächst auf dem Schiff zu lassen, da sie teilweise mit den Decks verschmolzen seien und die Arbeit in den schwer beschädigten Bereichen für die Beschäftigten zu gefährlich sei. Was genau nun in Rotterdam mit der „Fremantle Highway“ geschehen soll, ist bisher noch unklar.
Derweil läuft die Untersuchung des japanischen Schiffseigners zur Brandursache weiter. Zunächst hatte es nach ersten Informationen der niederländischen Küstenwache geheißen, das Feuer sei durch die Batterie eines Elektroautos ausgelöst worden. Später stellte sich jedoch heraus, dass zumindest ein Großteil der knapp 500 E-Autos an Bord das Feuer überstanden hat. Offiziell ist die Brandursache weiterhin unbekannt. Sie herauszufinden, ist auch Sache der Behörden aus Panama. Die „Fremantle Highway“ fährt unter der Flagge des Landes.