Nach Panne in Emden Schützen und Stadt räumen Unstimmigkeiten schnell aus
Das Emder Schützencorps und Bürgermeisterin Andrea Risius haben das „Missverständnis“ um das Fernbleiben der Stadtspitze beim großen Festumzug am Sonntag ausgeräumt. Ist jetzt alles wieder gut?
Emden - Einen Tag nach der peinlichen Panne beim großen Festumzug zur 174. Ausgabe des Emder Schützen- und Volksfestes haben sich die Wogen am Montag schnell wieder geglättet. Nach Gesprächen zwischen Emdens ehrenamtlicher Bürgermeisterin Andrea Risius mit den Schützen legte sich die Aufregung um das Fernbleiben der Stadtspitze bei dem Schützenausmarsch schnell.
Laut Risius hatte es das Emder Schützencorps offenbar versäumt, eine offizielle Einladung an das Büro von Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) zu schicken. Dort werden die Termine von Kruithoff sowie der beiden Bürgermeisterinnen Risius und Doris Kruse koordiniert.
Von der Stadt war niemand da
Risius und Kruse vertreten den Oberbürgermeister vor allem bei repräsentativen Anlässen sowie bei Seniorengeburtstagen und Ehejubiläen. Falls sowohl der OB als auch seine beiden Vertreterinnen verhindert sind, springen in der Regel die Vorsitzenden der Ratsfraktionen für sie ein.
Bei dem großen Schützenumzug, der sich am Sonntagnachmittag auf dem Rathausplatz aufstellte, war jedoch kein Repräsentant beziehungsweise keine Repräsentantin der Stadt anwesend. Schützenhauptmann Joachim Lauterbach hatte sich bei der Begrüßung der Aktiven verwundert darüber gezeigt und über das Mikrofon nach dem Oberbürgermeister sowie nach Bürgermeisterin Risius gerufen.
Risius nahm einen anderen Termin wahr
Nachdem sich niemand gemeldet hatte, bat Lauterbach den Rendanten des Ostfriesischen Schützenbundes (OSB), Erwin Esderts (Emden) um ein Grußwort. Das war im Protokoll aber nicht vorgesehen gewesen. Im Publikum am Rathausplatz hielt sich zwar SPD-Fraktionschefin Maria Winter auf. Sie sei aber privat dort gewesen und auch nicht um ein Grußwort für die Stadt gebeten worden, sagte sie dieser Zeitung.
Später stellte sich heraus, dass sich der Oberbürgermeister seit Sonntag nicht in Emden aufhält. Auch Bürgermeisterin Doris Kruse sei ortsabwesend gewesen, heißt es. Bürgermeisterin Andrea Risius vertrat hingegen nach eigenen Angaben offiziell den Rat und die Verwaltung der Stadt bei der Verabschiedung von Pastor Christoph Jebens in der Martin-Luther-Kirche. Der Abschiedsgottesdienst fand zeitgleich mit dem Schützenumzug statt.
Bürgermeisterin empfing Schützen
In Vertretung des Oberbürgermeisters empfing Andrea Risius am Montagmorgen traditionell den Weckzug der Schützen zu einem Frühstück in ihrem Privathaus sowie später auch im Verwaltungsausschuss des Rates, der zu diesem Anlass am Schützenfest-Montag immer im Rummel des Rathauses tagt.
Bei beiden Anlässen kam auch das Fernbleiben der Stadtspitze zur Sprache. Sowohl Risius als Lauterbach betonten danach gegenüber dieser Zeitung, dass die Missverständnisse vom Sonntag ausgeräumt worden seien. Beide Seiten waren gleichwohl bemüht, dass gute Verhältnis zwischen der Stadt und dem Schützencorps hervorzuheben. Diese Beziehungen hätten nicht gelitten, so Risius.Schützen geben wieder fünf Tage lang den Ton in Emden an
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