Peinliche Panne Keine Spur von der Stadtspitze beim Emder Schützenausmarsch
Beim großen Festumzug des Emder Schützenfestes gab es eine peinliche Panne. Die Stadtspitze blieb diesem Ereignis fern. Die Gründe sind noch unklar.
Emden - Beim großen Festumzug zur 173. Ausgabe des Emder Schützen- und Volksfestes hat es an diesem Sonntag eine peinliche Panne gegeben. Die Spitze von Rat und Verwaltung der Stadt blieb diesem Ereignis aus bislang unbekannten Gründen fern. Der Emder Schützenhauptmann Joachim Lauterbach suchte zu Beginn des großen Schützenausmarsches mit mehreren Hundert Aktiven auf dem Rathausplatz vergeblich nach Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) oder einer seiner beiden ehrenamtlichen Vertreterinnen Andrea Risius und Doris Kruse.
Nachdem die Abordnungen zahlreicher Schützenvereine aus Ostfriesland und anderen Regionen sowie von Feuerwehren und Sportvereinen sich auf dem Rathausplatz vor einigen Hundert Zuschauern zu dem Umzug aufgestellt hatten, trat Lauterbach an das Mikrofon, um die Gäste zu begrüßen. Er vermisse aber den Oberbürgermeister oder dessen Vertreterin Andrea Risius noch, sagte der Schützenhauptmann und rief über das Mikrofon laut nach „Herrn Kruithoff“. Doch es gab keine Reaktion. Auch mehrere Telefonate, die eilig im Hintergrund geführt wurden, blieben erfolglos.
Vergebliche Rufe nach der Stadtspitze
Lauterbach bat schließlich den Rendanten des Ostfriesischen Schützenbundes (OSB), Erwin Esderts, aus Emden, anstelle eines offiziellen Vertreters der Stadt ein Grußwort zu sprechen. Das war im Protokoll aber nicht vorgesehen gewesen. Der Festumzug setzte sich schließlich ohne einen Repräsentanten oder eine Repräsentantin von Rat und Verwaltung in Bewegung.
In Emden ist es seit Jahrzehnten Brauch, dass der Oberbürgermeister oder eine seiner Vertreterinnen beziehungsweise einer seiner Vertreter an der Spitze des Umzuges mitmarschiert, um die Verbundenheit der Bevölkerung mit den Schützen zu demonstrieren.
Der Oberbürgermeister ist nicht in Emden
Auf Nachfrage sagte Tim Kruithoff am Sonntagnachmittag dieser Zeitung, dass er gegenwärtig ortsabwesend sei. Er bedauere den Vorfall und vermute, dass in diesem Fall die Abstimmung mit seinem Büro nicht funktioniert habe. „Das werde ich im Nachgang klären“, sicherte der Oberbürgermeister zu. Er hatte am Freitagabend noch die Schützen im Rummel des Rathauses empfangen und das Schützenfest offiziell eröffnet.Sechs Dinge, die auf einem Jahrmarkt nicht fehlen dürfen
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Der große Festumzug war am Sonntag der ersten Höhepunkt des Schützen- und Volksfest, das am Dienstagabend mit einem Höhenfeuerwerk nach fünf Tagen zu Ende geht. Bis dahin drehen sich auch noch die Karussells auf dem Schützenplatz. Dort haben Schausteller etwa 50 Geschäfte aufgebaut. Darunter sind neun große Fahr- und Laufgeschäfte. Der Rummel war an den ersten Tagen gut besucht.