Deutschland  Sebastian Vettel macht Hoffnung auf Formel-1-Comeback: „Kann nicht Nein sagen“

Patrick Kern
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Von Patrick Kern
| 14.09.2023 16:54 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Sebastian Vettel kürzlich bei einem Motorsport-Event am Nürburgring. Foto: imago images/Beautiful Sports
Sebastian Vettel kürzlich bei einem Motorsport-Event am Nürburgring. Foto: imago images/Beautiful Sports
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Der Abschied von Sebastian Vettel aus der Formel 1 nach der Saison 2022 machte viele Fans des vierfachen deutschen Weltmeisters traurig. Nun aber gibt es wieder Hoffnung: Eine Rückkehr zur Formel 1 schließt er nicht aus.

Der Moment, als Sebastian Vettel in der vergangenen Saison nach dem Abschlussrennen in Abu Dhabi aus dem Auto stieg und der Tribüne ein letztes Mal als Formel-1-Fahrer entgegen winkte, ist vielen Fans noch im Gedächtnis. Doch womöglich war sein Abschied aus der Rennserie nicht endgültig, wie nun aus einem Gespräch mit dem britischen Sender Sky hervorgeht.

Auf die Frage von Reporter Martin Brundle, ob Vettel ähnlich wie Fernando Alonso oder Kimi Räikkönen irgendwann ein Comeback starten wird, sagte der 36-Jährige: „Ich kann nicht Nein sagen, weil man das nicht weiß.“ Vettel verriet, dass die richtige „Herausforderung“ ihn durchaus zu einer Rückkehr verleiten könnte. Die Fitness habe er dafür noch, versichert er.

Auch Red-Bull-Funktionär Helmut Marko, der während der vier Weltmeisterschafts-Saisons von 2010 bis 2013 stets an der Seite von Vettel stand, glaubt, dass der Heppenheimer zurückkommen wird: „Ich glaube, für ihn ist die Fahrersituation auch noch nicht abgeschlossen“, sagte er gegenüber „Servus TV“.

Dennoch hält Vettel eine zeitnahe Rückkehr für eher unwahrscheinlich: „Derzeit ist das nicht in meinem Kopf“, betonte er im Sky-Interview.

Dass Vettel aktuell noch Lust auf das Rennfahrer-Dasein hat, zeigte er am vergangenen Wochenende beim Nürburgring, wo er für ein Event in seinen alten RB7-Boliden von 2011 stieg. Hier fuhr er allerdings mit nachhaltigem E-Kraftstoff, der ab 2026 das herkömmliche Benzin auf Erdöl-Basis in der ganzen Formel 1 ersetzen soll.

Und genau diese Regeländerung könnte für Vettel, der sich seit vielen Jahren für mehr Klimaschutz einsetzt, den nötigen Impuls geben, glauben die Formel-1-Experten von Sky Deutschland: „Wenn es in der Formel 1 in die Richtung geht mit diesem E-Fuel, warum dann nicht da eine Botschafterrolle einnehmen und sich ins Auto setzen?“, stellt Sky-Moderatorin Sandra Baumgartner im Podcast „Backstage Boxengasse“ als Frage in den Raum.

Darüber hinaus steigt der deutsche Autohersteller Audi zur Saison 2026 in die Formel 1 ein – und das Fahrer-Duo steht hier noch nicht fest. Vielleicht findet Vettel hier künftig das Cockpit für das Comeback. „Rein marketingtechnisch wäre das natürlich ein Urknall“, findet Sky-Moderator Sascha Roos.

Denkbar wäre dann sogar eine deutsche Doppelbesetzung zusammen mit Mick Schumacher, der nach seinen zwei Formel-1-Saisons bei Haas derzeit als Testfahrer bei Mercedes agiert und weiter auf ein neues, freies Cockpit wartet. Für die deutschen Fans sicherlich ein Szenario, das sie gerne sehen würden.

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