Besondere Auszeichnung SV Großefehn war zweitfairstes Team in ganz Niedersachsen
Die Bezirksliga-Fußballer kassierten in der vergangenen Saison in 34 Spielen nur 25 Gelbe Karten. Nur eine emsländische Mannschaft war noch fairer. Die Werte des Schlusslichtes waren alarmierend.
Riepe - Erstmals hat es mit dem SV Großefehn ein ostfriesischer Verein geschafft, auf die vorderen Ränge der jährlichen Wertung im VGH-Fairness-Cup im niedersächsischen Fußballsport zu kommen. Mit nur 25 Gelben Karten in 34 Punktspielen wurde für den SVG ein Quotient von 0,73 errechnet. Dabei ließen die in der Bezirksliga kickenden Fehntjer in der niedersachsen-weiten Wertung die Bundesligisten wie den VfL Wolfsburg oder Eintracht Braunschweig und sämtliche weitere höherklassige Mannschaften hinter sich. Nur der Meppener Kreisligist SV Bokeloh schnitt mit einem Wert von 0,67 besser ab und gewann den Wettbewerb. In 28 Punktspielen gab es nur 19 Gelbe Karten. Als Lohn für das sportliche Verhalten während der gesamten Saison 2022/2023 überreichte der Direktor der VGH-Regionaldirektion Emden, Andreas Heinl, in einer kleinen Feierstunde in der Soccer-Arena in Riepe einen großen Pokal sowie einen Gutschein über 2000 Euro und einen Gutschein für ein Mannschaftsessen an den Niedersachsen-Zweiten SV Großefehn.
Neben der Ehrung des Zweitplatzierten auf niedersächsischer Ebene wurden auch die zusätzlichen Sieger der Wertung für die Region Ostfriesland geehrt. Als fairste Mannschaft – hinter Großefehn – wurde der Aufsteiger zur Bezirksliga, der TuS Eintracht Hinte, ermittelt. Für ihn gab es neben einem Pokal einen Gutschein über 1000 Euro und einen weiteren für ein Mannschaftsessen, Gutscheine und jeweils einen Pokal gab es auch für den Zweitplatzierten TuRa 07 Westrhauderfehn und den Dritten VfB Germania Wiesmoor. Lediglich die Beträge waren mit 800 Euro bzw. 500 Euro etwas abgestuft. Außerdem durften die Vereinsvertreter jeweils einen Sack mit einigen Trainingsbällen mitnehmen.
Schlusslicht kommt aus Achim
In seinem Redebeitrag bedankte sich Andreas Heinl beim TSV Friesenstolz Riepe für die Gastfreundschaft und die Bereitstellung von Getränken. „Der VGH-Fairness-Cup ist der größte Fairness-Wettbewerb im Deutschen Fußball-Bund“, teilte Heinl mit und bezeichnete die über 20-jährige Zusammenarbeit der VGH mit dem Niedersächsischen Fußball-Verband (NFV) als großen Erfolg. Die Vereine forderte Heinl auf, weiterhin so fair zu spielen. Die Glückwünsche des NFV übermittelte der Vorsitzende des Bezirks Weser-Ems, Bernd Kottmann aus Nortrup. Ganz besonders freute sich auch Winfried Neumann, der erste Vorsitzende des NFV-Kreises Ostfriesland. Sein Kreis hatte sich vom 32. Platz (dem letzten) in der Saison 2021/2022 auf aktuell den 25. Rang hervorgearbeitet. „Das geht noch besser!“, forderte Neumann die Fußballer weiterhin zu fairem Spiel auf.
Das gilt ganz besonders aber auch für das Niedersachsen-Schlusslicht. Der 1. FC RW Achim kassierte in der vergangenen Saison in der Bezirksliga III im Bezirk Lüneburg in 34 Ligaspielen folgende Sanktionen: 102 Gelbe Karten, sechs Gelb-Rote Karten und sieben Rote Karten. Hinzukamen zwei Sportgerichtsverfahren. Das machte einen Quotienten von 5,15. Nach dem Abstieg in die Kreisliga ist dieser diese Saison bisher besser (3,4) – aber auch das ist die Rote Laterne in der Liga.