Von Rheine bis Papenburg  75-Jähriger rudert durchs Emsland

Carsten von Bevern
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Von Carsten von Bevern
| 13.09.2023 18:12 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Kurz vor dem Ziel in Papenburg: Werner Rehberg legte an drei Tagen die Strecke von Rheine bis Papenburg auf dem Wasser zurück. Er ruderte für einen guten Zweck: Der 75-Jährige sammelt Spenden für ein Rettungsgerät, das die DLRG Meppen anschaffen möchte. Foto: DLRG Meppen
Kurz vor dem Ziel in Papenburg: Werner Rehberg legte an drei Tagen die Strecke von Rheine bis Papenburg auf dem Wasser zurück. Er ruderte für einen guten Zweck: Der 75-Jährige sammelt Spenden für ein Rettungsgerät, das die DLRG Meppen anschaffen möchte. Foto: DLRG Meppen
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In drei Tagen 100 Kilometer auf dem Seeweg durchs Emsland: Die Strecke hat der Ruderer Werner Rehberg jetzt zurückgelegt. Und der Senior plant schon sein nächstes Abenteuer.

Papenburg - Geschafft! Der 75-jährige Ruderer Werner Rehberg aus Meppen ist an drei Tagen von Rheine bis Papenburg rund 100 Kilometer durch das gesamte Emsland gerudert. Mit der Aktion bat er um Spenden für ein neues Rettungsgerät für die DLRG-Ortsgruppe Meppen. Am Sonntagnachmittag war es soweit: Mit seinem Einer-Ruderboot erreichte Werner Rehberg nach drei Tagen und 100 zurückgelegten Kilometern den Yachthafen am Forum Alte Werft in Papenburg.

Obschon Rehberg ein erfahrener Ruderer mit vielen Meisterschafts- und Regattateilnahmen ist, hatte er für diese Tour im Vorfeld viele Trainingskilometer zurückgelegt. Gestartet war er am Freitag in Rheine. Nach sechs Stunden und zehn Minuten Ruderzeit, fünf passierten Schleusen und 40 Kilometern erreichte er seine Heimatstadt Meppen. Am zweiten Tag ging es von Meppen bis Heede. Wieder legte er 40 Kilometer zurück, ruderte insgesamt sieben Stunden und passierte weitere vier Schleusen.

„Ich bin jetzt aber auch platt“

Für den Endspurt am Sonntag benötigte er für die restlichen 20 Kilometer von Heede bis nach Papenburg rund vier Stunden, zwei weitere Schleusen musste er dafür noch passieren. „Ich empfinde gerade tiefe Freude, diese Tour in meinem Alter in dieser Zeit und bei diesen Temperaturen geschafft zu haben. Ich bin jetzt aber auch platt und freue mich auf zu Hause“, erklärte der pensionierte Lehrer und erfolgreiche Ruderer Rehberg kurz nach seiner Ankunft in einem Gespräch mit unserer Redaktion.

Geschafft: In Papenburg wurde Werner Rehberg (Vierter von links) von Mitgliedern der DLRG empfangen. Foto: DLRG Meppen
Geschafft: In Papenburg wurde Werner Rehberg (Vierter von links) von Mitgliedern der DLRG empfangen. Foto: DLRG Meppen

Große Sicherheit und ein gutes Gefühl habe ihm gegeben, während der gesamten Zeit von einem Boot der Ortsgruppe Meppen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) begleitet worden zu sein, so der 75-Jährige. Mit an Bord war mit Frank Schumann der zweite Vorsitzende der DLRG Meppen: „Das war eine ganz tolle Leistung von Werner.“

Ruderer sammelt Geld für „Seabob Rescue“

Mit der Ruder-Aktion möchte Rehberg auch die Arbeit der DLRG Meppen unterstützen. Diese möchte vor allem für ihre Wache am Möllersee in Meppen mit dem sogenannten „Seabob Rescue“ ein modernes, motorisiertes Rettungsgerät anschaffen. Allerdings kostet dieses Gerät rund 19.000 Euro und die DLRG ist dafür auf Spenden angewiesen. Der Vorteil des Seabob Rescue ist laut Schumann, „dass man damit schnell auch weiter entfernte Personen im Wasser erreichen, retten und transportieren kann.“ Die Höhe der eingegangenen Spenden steht aktuell noch nicht fest.

Und wie geht es bei Werner Rehberg weiter? „Die Regeneration geht am besten mit leichtem Training“, erklärt er schmunzelnd. Zudem wird er in Kürze mit den Vorbereitungen für seine nächste Regatta beginnen: Am 7. Oktober wird er zum wiederholten Mal an der Regatta „Rose vom Wörthersee“, einer 16-Kilometer-Tour von Velden nach Klagenfurt, teilnehmen.

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