Tag der offenen Tür Hunderte Interessierte zieht es auf den Hochschul-Campus in Emden
Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Hochschule Emden/Leer standen am Samstag Tür und Tor offen. Das Angebot nahmen viele Leute trotz der Hitze an. Was weiter geplant ist und was die Erstsemester erwartet.
Emden - Interessiert schlendern die Leute durch die vielen Flure der unterschiedlichen Gebäude der Hochschule Emden/Leer am Emder Standort. Hier und da wird mal auf den Campus-Plan geguckt. Was wollen wir noch sehen? Welche Labors noch besuchen? Wie wäre es mit dem Fahr-Simulator? Ein paar Experimente im Chemielabor? Und wo stehen eigentlich die Elektroautos? Wie war das noch mit dem Hyperloop? Oder schauen wir uns die Sonne durch ein Teleskop an?
Was und warum
Darum geht es: Das Jubiläumsjahr der Hochschule kam am Samstag mit dem Tag der offenen Tür zu einem Höhepunkt.
Vor allem interessant für: Leute, die an der Hochschule studieren oder dort mal andere Veranstaltungen besuchen wollen
Deshalb berichten wir: Wir waren am Samstag beim Tag der offenen Tür an der Hochschule Emden/Leer in Emden. Die besondere Veranstaltung hat Hunderte auf den Campus gezogen. Wir haben vor Ort mit Verantwortlichen gesprochen. Die Autorin erreichen Sie unter: m.hanssen@zgo.de
Draußen, in idyllischer Atmosphäre mit viel Grün und vielen Wasserläufen, gibt es Marktstände, Getränke-Buden, Essenswagen, Informationszelte, eine Bühne mit Musiker und Gitarrist Oliver Jüchems und vieles mehr. Hunderte Besucherinnen und Besucher führt es am Tag der offenen Tür anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Hochschule am Samstag über den Campus. „Es ist eine riesen Erleichterung“, sagt Katrin Hellwig, Sprecherin der Hochschule, vor Ort im Gespräch mit dieser Zeitung. Sehr viel Vorbereitung habe es für das Festjahr allgemein und für den Tag der offenen Tür im Besonderen gegeben. „Es war viel Aufregung im Vorfeld, aber wir sind zufrieden“, sagt sie.
Campus-Führungen sind sehr gefragt
Wäre es etwas kühler an diesem Samstag, hätte sie noch mit mehr Gästen gerechnet, sagt Katrin Hellwig. Doch bei an die 30 Grad hatten es sich einige Interessierte vielleicht noch einmal anders überlegt. Aber: „Die Führungen wurden sehr gut angenommen.“ Das Interesse sei im Vorfeld so groß gewesen, dass man gleich mehr angeboten habe als eigentlich geplant. „Wir haben viel positives Feedback bekommen“, sagt sie. Froh ist sie nicht nur über die trotz des Wetters gute Besucherzahl, sondern auch über die so hohe Beteiligung der Mitwirkenden an der Hochschule. An einem Samstag bei so einer Hitze im Labor zu stehen oder Infostände zu besetzen, sei nicht selbstverständlich.
Hochschule rückt näher an die Stadt heran
Öfter wird in Emden kritisiert, dass die Hochschule eine eigene kleine Welt und etwas separiert ist von der Stadt. Emder Bürgerinnen und Bürger, die durch Studium oder Arbeit nichts mit der Hochschule zu tun haben, finden meist kaum Anknüpfungspunkte. „Viele sehen die Hochschule zum ersten Mal im Studium“, sagt auch Katrin Hellwig. Umso wichtiger sei es, zunächst durch den Feierabendmarkt, den es nun schon seit ein paar Jahren gibt, und jetzt den Tag der offenen Tür die Leute auf den Campus zu holen.
Den Rest des Festjahres sind weitere Events geplant: etwa der Feierabend-Weihnachtsmarkt sowie Vorträge zu besonderen Themen, ein Mobilitätsforum und ein Filmabend. Den Hochschul-Kalender findet man hier. Ob nach dem Erfolg des Tags der offenen Tür weitere Events dieser Art in den kommenden Jahren folgen, steht noch zur Diskussion, so die Sprecherin. Es wäre denkbar, vielleicht alle zwei Jahre eine Veranstaltung, die etwas weniger umfangreich sei, auszutragen.
Rund 900 Leute starten ins erste Semester
In der kommenden Woche beginnen neue Erstsemester ihr Studium an der Hochschule, sagt sie. Zum ersten Mal rückt man auch hier näher an die Stadt heran, in dem die Begrüßung am Hafentor stattfindet. So lernen die Studierenden schon den Delft und die Innenstadt kennen. Nicht selbstverständlich, denn: Viele Studierende pendeln nach Emden und laufen direkt vom Hauptbahnhof zur Hochschule. Im neuen Semester starten in Emden und in Leer zusammen rund 900 Leute ins erste Semester, so Hellwig. Das ist etwas weniger als noch vor Corona, als es etwa 1000 bis 1100 Erstsemester waren. „Alle Hochschulen erleben seit Corona Einbrüche“, sagt sie.
Auch Laufveranstaltungen sind weniger gefragt als noch vor der Pandemie, wie Benjamin Breuer feststellt. Er ist für den Hochschulsport zuständig und organisierte für Samstag den Hochschul-Spendenlauf für das Van-Ameren-Bad. Teile des Emder Freibadgebäudes waren durch ein Feuer, das am 11. Juni gelegt wurde, zerstört worden. Die Solidarität war danach groß, viele Spenden kamen zusammen.
Bei den Fünf- und Zehn-Kilometer-Läufen vom Campus aus nahmen 118 Personen teil, so Breuer. Pro Person wurde zehn Euro Startgeld gezahlt, das zu hundert Prozent an den Förderverein des Freibads fließen soll. Mit so einem Lauf komme außerdem an so einem besonderen Tag noch mehr Leben auf den Campus, so Breuer.Hochschule Emden/Leer feiert runden Geburtstag
Hochschule Emden baut mit am größten Teleskop
Darum genießt eine Emder Studentenkneipe Kultstatus
Hochschule Emden/Leer startet in das neue Semester