Häuslebauer vorsichtig  Vergabe von Baugrund in der Krummhörn läuft teils schleppend

Mona Hanssen Claus Hock
|
Von Mona Hanssen und Claus Hock
| 07.09.2023 15:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die aktuelle Vergaberunde für Baugrund im Gebiet „Grachten II“ in Greetsiel läuft noch bis zum 17. September. Foto: Wagenaar/Archiv
Die aktuelle Vergaberunde für Baugrund im Gebiet „Grachten II“ in Greetsiel läuft noch bis zum 17. September. Foto: Wagenaar/Archiv
Artikel teilen:

In Greetsiel sowie in vier anderen Krummhörner Dörfern werden Grundstücke vergeben. Wie hoch ist die Nachfrage? Wo gibt es wie viele Bauplätze?

Krummhörn - Noch bis zum 17. September läuft die Vergaberunde für Baugrundstücke im umstrittenen Neubaugebiet „Grachten II“ im Krummhörner Fischerdorf Greetsiel. Doch: „Bisher ist die Nachfrage gering“, erklärt Bürgermeisterin Hilke Looden (parteilos) auf Anfrage dieser Zeitung. Es ist schon die dritte Vergaberunde. Zum Verkauf stehen dort noch 13 Grundstücke zum Dauerwohnen.

Wer eines der Dauerwohnen-Baugrundstücke erworben habe oder sich jetzt bewerben möchte, müsse sich unter anderem vertraglich verpflichten, ab Bezugsfertigkeit des Neubaus, diesen für mindestens 15 Jahre selbst dauerhaft zu bewohnen, erklärte Looden Mitte August. „Angesprochen werden sollen damit die Menschen, die in der Gemeinde Krummhörn heimisch sind, oder die es (wieder) werden wollen“, so Looden. Viele der neuen Grundstückseigentümer der Vergaben von 2021 und 2022 hätten bereits mit dem Bau ihres Hauses begonnen, oder zumindest einen Bauantrag gestellt.

Hier kann man sich bewerben

Wer sich für eines der noch freien Grundstücke bewerben möchte, kann alle erforderlichen Unterlagen auf der Homepage der Gemeinde Krummhörn unter www.krummhoern.de/rathaus/verwaltung/bekanntmachungen-ausschreibungen/ herunterladen.

In das Auswahlverfahren kommen demnach alle Bewerber, die die Nachweise und Unterlagen vollständig bis zum Ende der Bewerbungsfrist am 17. September unter bauamt@krummhoern.de eingereicht haben. Durch ein Punktesystem werde dann die engere Auswahl der Bewerber ermittelt. Der Preis liegt wie im vergangenen Jahr bei 99 Euro je Quadratmeter, die Grundstücksgrößen liegen zwischen 500 und 700 Quadratmetern.

In diesen vier Dörfern gibt es auch noch Grundstücke

Auch anderswo in der Gemeinde werden derzeit noch gemeindeeigene Grundstücke beworben - nämlich in Manslagt, Loquard, Campen und Freepsum. Wie sieht dort der Zeitplan aus? „In Campen und Freepsum sind die ersten Grundstücke verkauft“, erklärt Hilke Looden aktuell. In Freepsum sollen acht Baugrundstücke an der Straße An de Waterstromen entstehen. An der Rolf-Zakel-Straße in Campen sind es sechs Stück.

Nach dem Kauf eines Grundstücks muss innerhalb von drei Jahren gebaut werden und der Käufer muss die Immobilie für wenigstens zehn Jahr als Erstwohnsitz nutzen. Die zweite Vergaberunde starte Ende September, kündigt sie an. 78 Euro pro Quadratmeter soll Bauland in Campen und Freepsum kosten.

Dann soll auch die Vergabe der Grundstücke in Manslagt und Loquard losgehen. Am Lorbeerweg in Loquard sollen 14 Grundstücke und in Manslagt acht entstehen. In allen vier Orten handelt es sich um keine völlig neuen Baugebiete, sondern um Erweiterungen von bereits bestehenden. So waren in den Orten in der Vergangenheit bereits jeweils acht Grundstücke in Campen und Freepsum verkauft worden, in Loquard zehn und in Manslagt 24.

Ähnliche Artikel