Fähre Emden-Kristiansand HNL-Pleite – das müssen Kunden jetzt wissen
Wer eine Reiseversicherung hat und von der Holland-Norway-Lines-Pleite betroffen ist, hat wahrscheinlich gute Chancen, sein Geld schnell wiederzubekommen. Alle anderen Kunden müssen wohl abwarten.
Emden - Die Pleite der Reederei „Holland Norway Lines“ (HNL) hat viele Fahrgäste unvorbereitet getroffen. Noch bis zur Bekanntmachung der Zahlungsunfähigkeit der Reederei konnten Tickets für die Fähre Emden-Kristiansand gebucht werden. Viele Menschen, die jetzt nicht nutzbare Tickets haben, fragen sich, ob sie wieder an ihr Geld herankommen.
Da noch recht wenig über das ganze Ausmaß der Zahlungsunfähigkeit bekannt ist, ist es auch schwierig, genaue Antworten zu bekommen. Die Reederei HNL hat dazu am Donnerstag die Informationen auf ihrer Internetseite aktualisiert.
HNL aktualisiert Homepage
Wir fassen nachfolgend die in englischer Sprache veröffentlichten Infos zusammen.
Sind alle Abfahrten von Holland Norway Lines gestrichen, auch die für spätere Abfahrten in diesem Jahr und 2024?
Die Reederei will mit dem „nach niederländischem Recht“ bestellten Verwalter „kurzfristige Lösungen“ finden, um künftige Abfahrten zu sichern. Informationen dazu soll es zu gegebener Zeit auf der Internetseite der Reederei und per E-Mail an die Kunden geben.
Bekommen Kunden das Geld für bereits gebuchte Tickets zurück?
„Für Fahrkarten, die mit einer Kreditkarte bezahlt wurden, übernimmt in den meisten Fällen Ihr Kartenanbieter die Kosten“, so HNL. Auch sollten Kunden, sofern abgeschlossen, ihre Reiseversicherung in Anspruch nehmen.
„Die Kunden haben natürlich Anspruch darauf, das Geld für die schon bezahlten Tickets zurückzubekommen“, heißt es auf Nachfrage von der Verbraucherzentrale in Niedersachsen. Sofern die Buchung nicht über ein entsprechendes Reiseportal, ein Reisebüro oder durch eigene Versicherungen abgedeckt ist, sollten sich die Kunden direkt an die Reederei wenden.
Für Kunden, die den niederländischen Garantiefonds SGR (Stichting Garantiefonds Reisgelden) in Anspruch genommen haben, gelten mitunter Sonderregelungen.
Was bedeuten die neuen Informationen von HNL?
Gerade beim Punkt „an die Reederei wenden“ gibt es aber ein Problem. Laut HNL könne man, solange „der nach niederländischem Recht bestellte Verwalter da ist“, keine individuellen Fragen, die über die Informationen auf der Homepage hinausgehen, beantworten.
Kunden werden dahingehend vertröstet, dass man sich melden werde, sobald man mehr sagen könne.
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