0:2 in der Landesliga Auch Firrel kann den SV Wilhelmshaven nicht stoppen
Im fünften Saisonspiel war es dann soweit: GW Firrel kassierte die erste Niederlage dieser Saison. Beim Gast spielte ein ostfriesisches Geburtstagskind mit.
Firrel - Bertony Konda strahlte nach Spielschluss. Sein Team hatte den Auricher zu seinem Geburtstag am Sonntag mit drei Punkten beschenkt. Viel zum 2:0-Sieg des SV Wilhelmshaven bei GW Firrel hatte der frisch gebackene 27-Jährige aber nicht beitragen können. Immerhin erhielt der einzige Ostfriese im Kader des SVW – nachdem er beim 1:1 gegen Esens am Mittwoch nicht zum Einsatz gekommen war – von Trainer Florian Schmidt ein paar Spielminuten. Konda, der im Sommer vom SV Wallinghausen zu den Jadestädtern gewechselt war, wurde in der 83. Minute eingewechselt.
Spieldaten
Firrel: Hellmers; Steinheuser (69. Dierks), Lücht, Gereke, Janßen, Koch, Schouwer, Re. Grotlüschen (79. Folkerts), Bloem (66. Berghaus), Karius, Suda
Tore: 0:1 Kojic (32.), 0:2 Wego (68.)
Entschieden wurde das Spiel durch „zwei Unachtsamkeiten“, wie Firrels Trainer Bernd Grotlüschen sagte. Zweimal ließen die Gastgeber einen Wilhelmshavener unbedrängt einköpfen – erst Taik Kojic (32.), dann Dennis Wego (68.). Somit kassierte Firrel die erste Niederlage in dieser Saison und verpasste es, an Gegner SV Wilhelmshaven vorbeizuziehen. Firrel ist nun Achter, der SVW thront weiterhin ganz oben in der Tabelle der Fußball-Landesliga.
350 Zuschauer in Firrel
Das Spiel ist bei besten Fußball-Bedingungen ausgetragen worden: Temperaturen bei knapp unter 20 Grad, dazu ein etwas angefeuchteter Rasen vom zuvor gefallenen Regen. Das Austragen der Partie ist – im Vergleich zu anderen Partien der Region – aber nicht gefährdet gewesen.
Rund 350 Zuschauer sahen in der ersten Halbzeit ein recht ausgeglichenes Spiel ohne große Höhepunkte. Die erste Möglichkeit der Partie besaß Wilhelmshavens Dennis Wego, der aus 16 Metern das Tor allerdings weit verfehlte (12.). Die groß gewachsenen Firreler hatten Vorteile in der Luft, kassierten aber ausgerechnet durch einen Eckball das 0:1. Die Gastgeber ließen Taik Kojic unbedrängt am zweiten Pfosten einköpfen (32.). Erstmals durfte der mit Trommeln und Fahnen angereiste SVW-Anhang jubeln.
Lattenknaller von Janßen
Die Grün-Weißen hatten im ersten Durchgang nicht einen nennenswerten Abschluss. In den Schlussminuten vor der Pause erspielten sie sich immerhin etwas Feldvorteile. Gefährlich wurde es aber nicht. Schmerzhaft wurde es aber für Firrels Reinhard Grotlüschen und Wilhelmshavens Elmedin Ramadani. Beide prallten mit den Köpfen aneinander, mussten behandelt werden, konnten aber weiterspielen.
Im zweiten Durchgang kam Firrel besser in die Partie und auch zu Chancen. Ein Volleyschuss aus 16 Metern von Jendrik Janßen sprang von der Unterkante der Latte zurück ins Feld (51.). Sebastian Bloem traf nach einem verlängerten Einwurf von Felix Karius den Ball nicht (57.). „Wir hätten das 1:1 machen müssen, verpassen es und kriegen wieder einen langen Ball, wo wir nicht wach sind und dann steht es am Ende 2:0“, schilderte ein bedienter Bernd Grotlüschen. Zufrieden nach Hause fahren durfte somit nur ein Ostfriese – dieser trug mit Bertony Konda aber das Wilhelmshaven-Trikot.