TuS Esens gewinnt 5:2  5:0 nach 43 Minuten – Esens feiert ersten Sieg spektakulär

Heiner Steenhoff
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Von Heiner Steenhoff
| 20.08.2023 19:39 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Dreifach-Torschütze Manuel Meints und der verletzte Kapitän Jannes Havemann durften nach dem Spiel in den Jubelkreis. Foto: Steenhoff
Dreifach-Torschütze Manuel Meints und der verletzte Kapitän Jannes Havemann durften nach dem Spiel in den Jubelkreis. Foto: Steenhoff
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Die Ostfriesen feierten nach dem Landesliga-Aufstieg den ersten Saisonsieg. Der hätte auch noch höher als 5:2 ausfallen müssen. Die Verletzung eines wichtigen Spielers trübte aber die gute Stimmung.

Esens - Der TuS Esens ist in der Fußball-Landesliga angekommen. Mit einem 5:2-Erfolg gegen den SV Holdorf sicherten sich die Schützlinge von Trainer Ralf Backhaus am dritten Spieltag drei völlig verdiente Punkte. Bei aller Freude über den Sieg und den damit verbundenen Sprung auf Platz sieben trübte die Verletzung von Torhüter und Kapitän Jannes Havemann die Stimmung in der Mannschaft und bei den Verantwortlichen des TuS. Wie schwer die Schulterverletzung von Havemann wirklich ist, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Für Havemann wurde Ersatztorwart Robin Sikma eingewechselt.

Dreifachtorschütze Manuel Meints erzielt das frühe 1:0. Foto: Steenhoff
Dreifachtorschütze Manuel Meints erzielt das frühe 1:0. Foto: Steenhoff

Die Gastgeber legten los wie die Feuerwehr. Bereits nach zwei Minuten prüfte Niklas Sukowski den Holdorfer Schlussmann Julian Moczygemba mit einem Distanzschuss. Konnte der Gästetorhüter dabei gerade noch mit beiden Händen den Ball abfangen, war er bereits zwei Minuten später geschlagen. Ein Schuss von Bjarne Hohn lenkte Sukowski ab und Manuel Meints musste am hinteren Pfosten aus knapp einem Meter den Ball nur noch zum 1:0 einschieben. Die Gastgeber störten den Spielaufbau in der Folge mit frühem Pressing, sodass Holdorf sich nur mit Mühe aus der eigenen Hälfte befreien konnte. Und hatten sich die Esenser den Ball erkämpft, ergaben sich bei den sehr weit aufgerückt stehenden Holdorfer Mittelfeldreihen gleich sehr viele Freiräume zum Kontern. Einen dieser Angriffe nutzte erneut Meints, umdribbelte noch den Holdorfer Torhüter und schoss in der 14. Minute zum 2:0 ein.

Esens vergab noch Chancen

Erst danach ließen die Hausherren in ihren Angriffsaktionen etwas nach und die Gäste kamen zu ihren ersten Angriffsaktionen. Esens blieb jedoch wachsam und als bei einem Holdorfer Angriff der Ball wieder abgefangen wurde, nutzte Hohn einen herrlichen Pass in die Schnittstelle und gegen die aufgerückte Abwehr, um völlig frei vor dem SV-Schlussmann mit einem Flachschuss das 3:0 zu erzielen. Der Gästetrainer hatte wohl genug gesehen und nahm bereits kurz darauf einen Doppelwechsel vor. Helfen sollte es zunächst nicht. Denn als der Ball in der 40. Minute erneut herrlich „durchgesteckt“ wurde, erzielte der 34-jährige Meints bereits seinen dritten Treffer.

Spieldaten

Esens: Havemann (67. Sikma) ; R. Til, Ahrends, F. Til (75. Stainbank), Taddigs, Hohn (72. Janssen), Rosenboom, Smidt, Pinkernell, Meints (79. Bamezon), N. Sukowski (79. Freudenberg).

Tore: 1:0,2:0 Meints (5./14.), 3:0 Hohn (28.), 4:0 Meints (40.), 5:0 Sukowski (43.), 5:1 Lampe (45. +1), 5:2 Moormann (85.).

Damit nicht genug: Niklas Sukowski, den die SV-Abwehr über seine gesamte Spielzeit nicht in den Griff bekam, erzielte in der 43. Minute ebenfalls seinen längst fälligen Treffer und erhöhte auf 5:0. Dass die Gäste in der Nachspielzeit noch zum 5:1 verkürzen konnte, schmerzte zunächst nicht. Die Gastgeber hätten durchaus drei, vier Treffer mehr erzielen können.

Chancenwucher am Ende

Nach dem Wechsel nahm Esens etwas Fahrt aus dem Spiel. Holdorf konnte die Begegnung ausgeglichen gestalten und hätte nach 49 Minuten das Ergebnis fast noch weiter verkürzt. Nach gut einer Stunde wurden die Angriffsaktionen der Gastgeber wieder zielstrebiger, doch der Gästetorhüter zeigte sich von seiner besten Seite.

Die Esenser um Niklas Pinkernell (links) und Finn Rosenboom zeigten am Sonntag vor 200 Zuschauern eine sehr starke Leistung. Foto: Steenhoff
Die Esenser um Niklas Pinkernell (links) und Finn Rosenboom zeigten am Sonntag vor 200 Zuschauern eine sehr starke Leistung. Foto: Steenhoff

Auf der anderen Seite verletzte sich dann wenig später Esens-Torhüter Jannes Havemann bei einer Rettungsaktion an der Schulter und musste ausgewechselt werden. Einen Bruch im Spiel der Hausherren gab es aber nicht. Esens hatte in der verbleibenden Spielzeit noch zahlreiche gute Einschussgelegenheiten. Doch weder Sukowski noch Meints, Janssen, Freudenberg oder Bamezon konnten ihre Chancen nutzen. Einzig der Holdorfer Moormann traf kurz vor Ende der regulären Spielzeit noch zum 5:2. „Die Verletzung unseres Torhüters ist ein dicker Wermutstropfen. Er wird nur schwer zu ersetzen sein,“ stellte Trainer Backhaus fest. „Wir haben aber richtig gut gespielt und hätten Holdorf hinten heraus abschießen können.“

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