Nach Brand von Frachter  Bergung der Ladung der „Fremantle Highway“ beginnt

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Von DPA
| 20.08.2023 13:28 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der schwer beschädigte Autofrachter „Fremantle Highway“ liegt mit geöffneten Toren im Hafen. Nach dem Feuer auf dem Autofrachtschiff vor der niederländischen Küste hat heute die Bergung der Ladung begonnen. Foto: Lars Penning/dpa
Der schwer beschädigte Autofrachter „Fremantle Highway“ liegt mit geöffneten Toren im Hafen. Nach dem Feuer auf dem Autofrachtschiff vor der niederländischen Küste hat heute die Bergung der Ladung begonnen. Foto: Lars Penning/dpa
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Gut eine Woche brannte der Frachter „Fremantle Highway“ vor der niederländischen Küste. Nun hat die Bergung der unbeschädigten Autos auf dem Schiff begonnen.

Eemshaven / DPA/BÄR - Nach dem verheerenden Feuer auf dem Autofrachtschiff vor der niederländischen Küste hat die Bergung der Ladung begonnen. Die auf den unteren vier der insgesamt zwölf Decks der „Fremantle Highway“ stehenden Autos sollten nach Passieren einer Waschanlage vom Schiff geholt werden, zitierten Medien die Bergungsunternehmen Boskalis und Multraship. Dass die Autos noch an Bord gewaschen werden, hat ökologische Gründe. Das Schmutzwasser wird aufgefangen und entsorgt. Die am Samstag begonnene Bergung wird nach Einschätzung der Firmen mehr als eine Woche dauern.

Im Hafen von Eemshaven im Nordosten des Landes nahe der der deutschen Grenze werden die Autos auf einem besonders geschützten Gelände geparkt. Was weiter mit ihnen geschieht, müssen die Autohersteller und Frachtinspektoren entscheiden. Die oberen Decks wurden durch das Feuer so stark beschädigt, dass die dort befindlichen Wagen mit dem Deck verschmolzen sind. Etwa 2700 der insgesamt rund 3800 Autos an Bord sind nach Einschätzung der Experten zerstört und können vermutlich nicht geborgen werden.

Brandursache steht noch nicht fest

Laut einem Bericht der „Automobilwoche“ soll es sich bei mehr als 1000 der Fahrzeuge an Bord um Wagen aus dem BMW-Konzern handeln, darunter auch Modelle von Mini und Rolls-Royce. Bei Letzteren ist von einer „kleinen Anzahl“ die Rede, der Preis pro Wagen soll sich jedoch auf etwa 500.000 Euro belaufen. Der japanische Frachter war Anfang August nach Eemshaven geschleppt worden, nachdem das Feuer tagelang gewütet hatte. Das Feuer an Bord des Frachters war in der Nacht zum 26. Juli vor Ameland ausgebrochen, als die „Fremantle Highway“ auf dem Weg von Bremerhaven nach Singapur war.

Die Brandursache steht nach wie vor nicht fest, die Untersuchung dazu läuft. Nach ersten Informationen der Küstenwache direkt nach Ausbruch des Feuers könnte womöglich ein E-Auto Ausgangspunkt des Feuers gewesen sein. Der Nordsee, den Inseln und den Naturgebieten des Wattenmeers hatte eine Ölpest gedroht. Bei der Evakuierung des Schiffes war ein Mensch ums Leben gekommen. Die übrigen 22 Besatzungsmitglieder waren verletzt in Krankenhäuser eingeliefert worden und sind mittlerweile alle wieder entlöassen worden.

Die „Fremantle Highway“ kann bis zum 14. Oktober in dem Hafen auf der niederländischen Seite der Emsmündung bleiben. Von dort soll der Frachter an einen anderen Ort geschleppt werden, wo er abgewrackt oder repariert wird.

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