Berlin  Tesla macht Luxus-Modelle günstiger – doch es gibt einen Haken

Jule Pinno
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Von Jule Pinno
| 17.08.2023 06:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Das Tesla-Model X gibt es in China und in den USA aktuell günstiger. Doch es ist nicht nur der Preis, der sinkt. Foto: imago images/Sebastian Geisler
Das Tesla-Model X gibt es in China und in den USA aktuell günstiger. Doch es ist nicht nur der Preis, der sinkt. Foto: imago images/Sebastian Geisler
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In Zukunft sollen die Premium-Modelle von Tesla günstiger werden. Für das Model S und X lässt sich das Unternehmen derzeit einen stolzen Preis von 100.000 Euro aufwärts bezahlen. Die kostengünstigere Variante hat aber einen großen Nachteil.

Innerhalb einer Woche senkte Tesla zweimal die Kaufpreise für seine Premium-Fahrzeuge Model S und Model X in China. Einige Tage später folgte die Meldung, dass es die kostengünstigeren Modelle auch bald in den USA zu kaufen gibt. Wann die reduzierten Luxusmodelle in Deutschland verfügbar sind, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Klar ist nur eines: Die neuen Varianten für rund 10.000 Dollar weniger haben ein großes Manko.

Panorama-Windschutzscheibe, Flügeltüren und Premium-Audiosystem – all das bietet der Elektro-SUV Model X von Tesla. Noch vor der Preissenkung zahlte ein Käufer für die Standard-Reichweite 98.400 US-Dollar. Nun soll es das Luxus-Auto schon ab 88.490 US-Dollar auf dem US-Markt geben.

Ähnliche Veränderungen gibt es bei dem Model S. Anstelle von 88.490 US-Dollar beginnt die Standard-Version jetzt bei 78.490 US-Dollar.

Für weniger Geld wird es aber auch in Zukunft weniger Leistung geben. Die Model X Standard Range wurde um ungefähr 103 Kilometer Reichweite gedrosselt. Bei der Model S Standard Range hat Tesla circa 123 Kilometer eingespart.

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Das günstigere Modell verfügt über den gleichen Akku und die gleichen Motoren wie die 10.000 US-Dollar teurere Dual-Motor-Variante, ihre Leistung und Reichweite werden jedoch durch die Software begrenzt.

Sehen Sie in der Statista-Grafik den erwirtschafteten Umsatz von Tesla von 2011 bis 2022.

Zuletzt sind die Fahrzeugverkäufe in China im Vergleich vom Juni zum Juli 2023 um 31 Prozent zurückgegangen. Die Preissenkungen könnten eine Reaktion auf den Verlust des Unternehmens sein. Zudem sei der einheimische Automarkt bereits stark vertreten. Zuletzt senkten die chinesischen Autohersteller Zeekr und Zhejiang Leapmotor ebenfalls ihre Preise, berichtete das „Handelsblatt“.

In den USA seien vor allem die Zinserhöhung, die steigenden Lebenshaltungskosten und die immer teurer werdenden Autokredite Grund für die Preissenkungen der Luxus-Varianten von Tesla. Vor wenigen Monaten verkündete Elon Musk, was hinter der Preissenkung steckt. „Es ergibt Sinn, Gewinnspannen zu opfern, um mehr Fahrzeuge herzustellen“, so der Tesla und X-Chef.

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