Kulinarisches in Sicht Moormerland bekommt neue Gastronomie im Zentrum
Zuletzt waren die Möglichkeiten, in Warsingsfehn Essen zu gehen, stark minimiert. Jetzt werden zwei Eröffnungen für das Zentrum angekündigt.
Warsingsfehn - Seit mehr als vier Jahren standen die Räume eines griechischen Restaurants an der Rudolf-Eucken-Straße leer – nun soll dort ein neues Angebot entstehen. Wieder solle es dort griechisches Essen geben, verrät Dieter Baumann, Chef bei Real Immobilien. Die Räumlichkeiten gehören dem Unternehmen, das darüber seine Büros hat.
Was und warum
Darum geht es: In Warsingsfehn werden demnächst zwei neue gastronomische Angebote eröffnet.
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Deshalb berichten wir: Wir hatten mehrfach über das ausgedünnte gastronomische Angebot in Moormerland berichtet.
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Laut Baumann wird es noch ein weiteres gastronomisches Angebot kommen, und zwar ein China-Imbiss. Dieser soll, wenn die Erweiterung des Aldi-Marktes am Fehntjer Zentrum fertig ist, in den ehemaligen Backshop von Musswessels nebenan einziehen. Für beide Lokale gibt es noch keinen Termin für die Eröffnung.
Familienbetrieb eröffnet zweites Lokal
Ganz zufällig werden damit genau die Geschmäcker getroffen, die bei einer Umfrage dieser Zeitung im März genannt wurden. Damals hatten wir im Instagram-Kanal gefragt, welche Restaurants für Moormerland gewünscht werden. An oberster Stelle landeten damals „Grieche“ und „Asiatisches Essen“. Viele Teilnehmer hatten damals bedauert, dass es den Griechen in Warsingsfehn nicht mehr gibt.
Nun wird Familie Berisha, die in Emden das Restaurant Olympia betreibt, in Warsingsfehn ein zweites Restaurant eröffnen. „Es soll auch Olympia heißen“, bestätigt die Familie. Geboten würden griechische und internationale Spezialitäten wie Gyros, Fisch, Lammfleisch und Steaks, aber auch Schnitzel. Das Lokal in Emden gibt es seit neun Jahren. Die Entscheidung für Warsingsfehn sei bei einer Besichtigung der Räume gefallen: „Da haben wir uns spontan verliebt.“
Lange nach einem Nachfolger gesucht
Weil das Lokal so lange leer gestanden hat, wird dort zunächst renoviert. Zuletzt war dort zwar ein griechisches Restaurant, aber vorher gab es dort auch mediterrane Küche. „In Moormerland ist zuletzt nur Gastronomie verloren gegangen“, sagt Baumann mit Blick auf das Restaurant Dolomiti, das jetzt ein Eiscafé ist. Früher gab es dort jahrzehntelang Pizza, Pasta und andere Gerichte. Außerdem hat der Biker-Treff in Oldersum geschlossen.
Laut Baumann habe sein Unternehmen lange nach einer Nachfolge für die Restauranträume im Erdgeschoss gesucht. Jetzt freue er sich umso mehr, einen Familienbetrieb dort ansiedeln zu können. Zu dem China-Imbiss gibt es zunächst keine näheren Informationen. Die Möglichkeiten, im Zentrum von Moormerland essen zu gehen, beschränken sich derzeit auf mehrere Döner-, Pizza- und klassische Imbisse.
Potenzial für Neugründungen
Selbst Cafés gibt es wenige im Zentrum, hauptsächlich in Bäckereien, sowie den Mehrgenerationentreff Café Klönsnack. Diese haben alle nur in der Woche geöffnet. Am Wochenende geöffnet ist das Café Bei Ank, das etwas außerhalb zu finden ist. Restaurants gibt es in Moormerland derzeit in Neermoor (Zu den Linden sowie Landgasthof Oltmanns), Rorichum (Bei Cassi) und Jheringsfehn (Alte Scheune). Das erscheint wenig für eine Gemeinde mit rund 25.000 Einwohnern. Im Frühjahr hatte Erich Wagner, Gastwirt aus Wiesmoor und Vorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Ostfriesland, die Situation in Moormerland als vielversprechend bezeichnet.
Wenn ein engagierter Gastwirt dort ein Lokal aufmachen würde und qualitativ gutes Essen anbiete, „dann könnte das eine Goldgrube werden“, hatte Wagner gesagt. Die Gemeinde hatte sich ebenfalls positiv gegenüber Restaurantgründungen gezeigt. Wenn möglich, würde die Kommune das unterstützen, hatte Bürgermeister Hendrik Schulz versichert, zum Beispiel bei der Suche nach einem Standort.
Anders als der Wunsch unserer Leser nach einem Griechen oder einem Asia-Restaurant wird die Verwirklichung einer anderen Idee aus der Umfrage wohl Zukunftsmusik bleiben: Ein Teilnehmer hatte nämlich einen Biergarten am Randkanal vorgeschlagen. Aber die Suche nach einem geeigneten Grundstück, bei dem keine Anwohner gestört und die Parkplatzfrage gelöst werden könnte, wäre wohl wenig aussichtsreich, hatte die Gemeinde mitgeteilt.
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