Hamburg  Inferno auf Hawaii: Satelliten-SOS im iPhone rettet Familie – so nutzen Sie es

Mark Otten
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Von Mark Otten
| 11.08.2023 17:45 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
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Albtraum für eine Familie auf Hawaii: Umgeben von Flammen, eingesperrt in ihrem Auto und ohne Handyempfang. Gerettet werden sie wegen eines Dienstes, den es auch für iPhone-Nutzer in Deutschland gibt.

Auf Hawaii wüten Waldbrände, dutzende Menschen sterben. Zu dieser Zeit befindet sich auf Maui eine Familie in einer Notsituation. Die Gruppe ist in ihrem Auto eingeschlossen, während um sie herum die Flammen lodern. Die Mobilfunknetze auf der Insel sind zusammengebrochen, sodass weder Anrufe noch Nachrichten nach außen dringen.

Trotzdem kann die Gruppe Kontakt zu Rettungskräften herstellen – per Satellit über ein Notrufsystem in Apples iPhone. Das schildert der Angehörige Michael Miraflor auf X, ehemals Twitter.

In den Nachrichten an den Rettungsdienst teilen die Hilfsbedürftigen ihren Standort und sagen, dass sie keine Sicht oder Ausweg haben. Das Ergebnis: Innerhalb von 30 Minuten erreichen die Retter das Auto und evakuieren die Familie.

Der Apple-Dienst „Notruf SOS via Satellit“ funktioniert bisher nur auf dem iPhone 14 und iPhone 14 Pro, das seit Herbst 2022 verfügbar ist. Seitdem hat der Dienst alleine im Großraum von Los Angeles drei Menschen aus Notlagen gerettet. Darunter eine Frau, die sich bei einer Wanderung im Angeles National Forest das Bein gebrochen hatte.

Über das System ist es möglich, kleine Datenmengen – wie kurze Texte oder den eigenen Standort – an Leitstellen und Rettungskräfte zu übermitteln. Dabei führt das Smartphone die Nutzer mit gezielten Fragen durch einen Dialog, stellt daraus die wichtigsten Informationen für Ersthelfer zusammen und versendet diese via Satellit.

In einem Werbevideo zeigt Apple, wie das im Optimalfall funktioniert:

iPhone-Nutzer in einer Notsituation sollen laut Apple zunächst versuchen, über die 112 oder 110 Hilfe zu rufen. Klappt das nicht, können Anwendern Rettungsdiensten via Satellit eine SMS senden, sobald eine Verbindung zu einem Satelliten steht. Das klappt so:

Anschließend gibt das iPhone Anweisungen, wie Nutzer eine Verbindung zu einem Satelliten herstellen, diese aufrechterhalten und wie sie mit dem Rettungsdienst kommunizieren.

Für Googles Android gibt es bisher keinen vergleichbar integrierten Dienst. Auch in Samsungs aktuellem Galaxy S23 fehlt die Unterstützung für Satelliten-SOS, anders als im Huawei Mate 50 und P60. Laut Google soll die Funktion mit dem kommenden Android 14 unterstützt werden – sofern das Smartphone dies ebenfalls kann.

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