Rostock/Schwerin  Riesiges Hakenkreuz in Rasen gemäht – Staatsschutz ermittelt

Frank Liebetanz
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Von Frank Liebetanz
| 09.08.2023 16:25 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Gleich mehrere Hakenkreuze riefen in Mecklenburg-Vorpommern die Polizei auf den Plan. Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand
Gleich mehrere Hakenkreuze riefen in Mecklenburg-Vorpommern die Polizei auf den Plan. Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand
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Wegen gleich mehrerer verfassungsfeindlicher Symbole in Mecklenburg-Vorpommern hat der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen. In Rostock mähten Unbekannte ein riesiges Hakenkreuz in eine öffentliche Rasenfläche. Auch in Schwerin gab es Vorfälle.

In Rostock und Schwerin wurden Hakenkreuze und mehrere verfassungsfeindliche Symbole entdeckt. Die Polizei in Rostock erhielt am Dienstag den Hinweis, dass in der Nähe des Fischereihafens ein knapp 30 mal 30 Meter großes Hakenkreuz in eine Rasenfläche gemäht worden sei. Die Fläche ist der Polizei zufolge frei zugänglich. Eine Beseitigung des Symbols wurde sofort veranlasst.

Parallel dazu wurde die Polizei in Schwerin am Mittwoch über ein zehn mal 15 Zentimeter großes Hakenkreuz im Plattenpark des Stadtteils Mueßer Holz informiert. Dieses und weitere verfassungsfeindliche Symbole waren mit weißer Farbe auf die „Bank der Menschenrechte“ in der Hegelstraße 1 gemalt worden. Auch dort wurden die Symbole beseitigt.

Der Staatsschutz hat die Ermittlungen in beiden Fällen aufgenommen. Die Polizei bittet Zeugen um mögliche Hinweise. Die Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Rostock ist unter der Telefonnummer 038208/888 22 24 erreichbar. Alternativ können sich die Zeugen bei jeder weiteren Polizeidienststelle melden.

Innenminister Christian Pegel verurteilte die Vorfälle in Schwerin und Rostock scharf: „Das Hakenkreuz ist in unserem Land untrennbar mit dem Nationalsozialismus verbunden. Damit werden die schlimmsten Verbrechen an der Menschlichkeit, die je von deutschem Boden ausgegangen sind, verbunden. Dieses Symbol auf eine öffentliche Rasenfläche zu mähen und auch noch auf die „Bank der Menschenrechte“ zu schmieren, ist einfach widerlich – und außerdem verfassungsfeindlich“, so der Minister.

Wer das Hakenkreuz nutze, spreche sich gegen die Menschenwürde und alle in Deutschland gesetzlich verankerten Grundrechte aus. Zudem würden die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft auf eine abscheuliche Art und Weise verhöhnt.

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