Nach dem Deckeneinsturz Bening macht in einem Pop-up-Store im Emder DOC weiter
Zwei Wochen nach dem Unglück in dem Technikfachmarkt Expert-Bening im Dollart-Center laufen die Reparaturarbeiten noch. Mittlerweile gibt es nähere Angaben zur Schadenshöhe.
Emden - Gut zwei Wochen nach dem Einsturz von Teilen der abgehängten Zwischendecke des Technikfachmarktes Expert-Bening im Emder Einkaufszentrum Dollart-Center (DOC) sind die Reparaturarbeiten am Dach dieses Gebäudeteils im Gang. Unterdessen eröffnete Bening am Sonnabend schräg gegenüber des nach wie vor geschlossenen Fachmarktes einen sogenannten Pop-up-Store. Dort bietet das Unternehmen vorübergehend Beratung, seinen Kundenservice sowie ausgewählte Produkte aus seinem Sortiment an, wie es in den sozialen Medien mitteilte.
Wann der Fachmarkt wieder eröffnet wird, ist noch unklar. Die Centermanagerin des DOC, Rita Phieler, sagte dieser Zeitung am Montag, dass die Reparaturen möglicherweise in der kommenden Woche abgeschlossen sein können. Sie wollte sich aber nicht auf einen Termin festlegen, zumal die Arbeiten auf dem Dach des beschädigten Gebäudeteils auch vom Wetter abhängig seien. Expert-Bening ließ eine Anfrage unser Redaktion bislang unbeantwortet.
Das Unglück ging glimpflich aus
Das Unglück in dem Fachmarkt hatte sich am frühen Abend des 22. Juli während der Öffnungszeiten im DOC ereignet. Es ging glimpflich aus. Denn während die Mineralfaserplatten der Zwischendecke in einer Art von Kettenreaktion plötzlich herabstürzten, hielten sich acht Angestellte sowie einige Kundinnen und Kunden in dem Laden auf.
Laut Feuerwehr und Polizei verletzte sich eine Kundin leicht an der Hand. Alle anderen, die sich zum Zeitpunkt des Unglücks in dem Geschäft aufhielten, kamen mit dem Schrecken davon. Der Zwischenfall hatte zunächst einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Das gesamte Einkaufszentrum wurde zunächst evakuiert, öffnete aber noch am gleichen Abend wieder.
Der Schaden liegt im sechsstelligen Bereich
Wetterexperten halten es für möglich, dass eine Sturmböe während eines kräftigen Regenschauers einen Schaden am Stahltrapezdach des betroffenen Gebäudeteils verursachte. Die Centermanagerin blieb am Montag bei ihren früheren Aussagen, nach denen es sich um einen Tornado handelte. Experten wollten das zwar nicht ausschließen, es fehlten zunächst aber Hinweise darauf.
Der entstandene Sachschaden belaufe sich auf eine sechsstellige Summe, sagte Phieler. Die Polizei war am Abend des Unglücks zwar vor Ort, ermittelt aber in diesem Fall nicht. Es gebe keinen Hinweis auf eine Straftat, sagte eine Sprecherin wenige Tage nach dem Deckeneinsturz dieser Zeitung.
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