Oberliga-Start in Ramlingen Hellwache Emder feiern einen 4:0-Auftaktsieg
Angreifer Tido Steffens hat mit einem Doppelpack den klaren Erfolg von Kickers in Ramlingen eingeleitet. Vor allem Anfang der zweiten Halbzeit brillierte der BSV.
Ramlingen - Singend und in einer Reihe hüpfend feierten die Emder Spieler nach Abpfiff vor ihren mitgereisten Fans. Und das aus gutem Grund: Denn soeben hatten sie das Auftaktspiel der Fußball-Oberliga beim SV Ramlingen-Ehlershausen mit 4:0 gewonnen. „Wir sind sehr glücklich über den gelungenen Start. In der ersten Halbzeit war es ein schweres Stück Arbeit“, sagte Tobias Steffen, der am Freitagabend an drei Toren beteiligt war. Den Elfmeter vor dem 1:0 durch Tido Steffens hatte der zentrale Mittelfeldspieler herausgeholt (4. Minute), das 2:0 durch Steffens direkt vorbereitet (47.) und das 4:0 per Freistoß selbst erzielt (52.). Das zwischenzeitliche 3:0 war ein Eigentor des Ramlingers Jannis Nolte (49.).
Den ersten Abschluss der Partie hatten allerdings die Gastgeber. Bangin Bakir zog von links in den Strafraum ein, sein Schuss war eine leichte Beute für Moritz Onken im Emder Kasten. Der frisch verpflichtete und am Dienstag 20 Jahre alt gewordene Torwart bekam von Trainer Stefan Emmerling den Vorzug vor Isaak Djokovic. Jener hatte sich in der abgelaufenen Regionalliga-Saison als Stammkeeper etabliert gehabt. Zur neuen Saison wurden die Karten aber neu gemischt, beide Keeper hinterließen in der Vorbereitung einen guten Eindruck.
Steffen holt einen Elfmeter heraus
Fast im Gegenzug des Bakir-Schusses und inmitten der „RSE“-Gesänge der Ramlinger Fans gab es einen Elfmeter für Kickers. Nach einem langen Ball von Dennis Engel und einer Kopfball-Verlängerung von David Schiller spitzelte Tobias Steffen den Ball an seinem Gegenspieler vorbei und wurde – bevor er aus kurzer Distanz schießen konnte – gefoult.
Tido Steffens nahm sich der Sache an, verlud den Ramlinger Torwart Blazej Gajda und es stand 1:0 für die Gäste (4.). Der Emder Traumstart war gelungen. Die mitgereisten rund 70 Emder Anhänger wollten noch mehr Offensivaktionen sehen und brachten das mit „Forza BSV“-Rufen zum Ausdruck. Stimmungstechnisch war es zwischen beiden Fanlagern auf Augenhöhe. Mal sangen die Ramlinger, mal die Emder.
Spieldaten
Kickers: Onken - Engel (86. Konda), Dassel (71. Siderkiewicz), Stöhr - Eilerts, Kaissis - Steinwender (69. Abbey), Steffen (80. Visser), Ndiaye - Steffens, Schiller (81. Buß).
Tore: 0:1/0:2 Steffens (Foulelfmeter, 4./47.), 0:2 Eigentor Nolte (49.), 0:4 Steffen (52.).
Steinwender verpasst das 2:0
Auf dem sehr kleinen Feld entwickelte sich eine ausgeglichene, hitzige Partie. „Uns war klar, dass es hier in Ramlingen schnell mal hektisch werden kann“, zeigte sich Emdens Trainer Stefan Emmerling davon wenig überrascht. Kickers war einen Tick gefährlicher, wurde aber oftmals beim Abschluss geblockt. Hinten wirkten die Emder nicht immer 100-prozentig sicher, Großchancen für Ramlingen gab es aber nicht.
Die beste Chance vor der Pause besaß Emdens Rechtsaußen Pascal Steinwender nach einer Ecke mit einem wuchtigen Schuss. Ramlingens Torwart Blazej Gajda bekam rechtzeitig eine Hand hoch und konnte den Ball zur Ecke lenken (45. +1). „Wir mussten ein paar brenzliche Momente überstehen, hätten öfter die Ruhe behalten müssen“, lautete Emmerligns Fazit zur ersten Halbzeit
Drei Kickers-Tore in sechs Minuten
Nach dem Seitenwechsel ging es Schlag auf Schlag. Wieder war es Tido Steffens, der für einen Emder Blitzstart sorgte (47.). Nach einem Standard kam BSV-Verteidiger Julian Stöhr an den Ball und brachte diesen scharf flach vor das Tor. Ramlingens Jannis Nolte stand praktisch im Weg und beförderte die Kugel zum 0:3 ins Netz (49.). Nur drei Minuten später erzielte Tobias Steffen mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 20 Metern das 4:0 für Kickers (52.).
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Mit David Schiller hätte kurz darauf noch ein Emder Neuzugang getroffen, doch diesmal konnte Ramlingens Blazej Gajda parieren. In der Folge beruhigte sich das Spiel ein wenig. „Wir haben es sauber und souverän zu Ende gespielt“, sagte Kickers-Coach Stefan Emmerling, der zwischen der 69. und 86. Minute gleich fünfmal wechselte, um auch weiteren Akteuren Einsatzzeit zu geben.