Kreisliga-Saison beginnt TuS Holtriem will Favoritenrolle nicht annehmen
Unsere Redaktion hat die 16 Ostfrieslandligisten vor dem Saisonstart nach den Meisterschaftsfavoriten gefragt. Am häufigsten wurde der TuS Holtriem genannt. Der Trainer sieht das allerdings anders.
Ostfriesland - Für die 16 Ostfrieslandligisten wird es an diesem Wochenende ernst: Sie starten in die neue Fußball-Saison. Und bereits vor dem Start ist die Frage nach dem Meisterschaftsfavoriten wohl die spannendste. Wer macht in der Spielzeit 2023/2024 das Rennen? Wie gewohnt, hat unsere Redaktion im Vorfeld bei den 16 Kreisliga-Teams nachgefragt: Die meisten sehen den TuS Holtriem ganz vorne.
Die Mannschaft schloss die vergangene Saison auf dem dritten Tabellenplatz ab, verpasste in der Relegation gegen den SV Jheringsfehn/Stikelkamp/Timmel aber den Aufstieg in die Bezirksliga. Achtmal wurde der TuS in unserer Umfrage als Titelkandidat genannt, zwei Vereine enthielten sich. Holtriems Trainer Mario Friedrichs will die Favoritenrolle allerdings nicht annehmen. „Ich sehe das anders“, sagt er. In der Corona-Saison 2021/2022 kämpfte seine Mannschaft noch gegen den Abstieg, in der vergangenen Spielzeit stabilisierte sie sich. „Wir haben eine gute Saison gespielt und jetzt geht es darum, die guten Leistungen zu bestätigen und zu zeigen, dass der dritte Platz kein Zufall war“, sagt Friedrichs, der sich am Saisonende einen einstelligen Tabellenplatz wünscht. „Ich würde uns in dieser sehr ausgeglichenen Liga gerne zwischen dem ersten und dem sechsten Rang sehen.“ Zudem möchte er sich erneut für das hoch dotierte Fußballturnier um den Ostfriesland-Cup qualifizieren. Anfang Juli spielte der TuS in Westerholt gegen den Bezirksliga-Vizemeister SV Großefehn und verlor 2:4. „Da haben wir richtig gut gespielt“, sagt Friedrichs.
Verletzungspech zum Saisonstart
Am Samstag startet der TuS Holtriem mit einem Heimspiel gegen Bezirksliga-Absteiger Ostfrisia Moordorf in die Saison. Friedrichs wird verletzungsbedingt auf mehrere Akteure verzichten müssen. „Zum Saisonstart hätten wir uns das natürlich gerne anders gewünscht“, sagt der Coach.
Voller Vorfreude auf den Saisonbeginn ist Riepes neuer Trainer Sören Tomljanovic. Der TSV Friesenstolz stieg unter seinem Vorgänger Alwin Tierok-Heddinga in die Ostfrieslandliga auf, jetzt muss der 35-Jährige, der 2008 von Sachsen-Anhalt nach Ostfriesland zog, die Mannschaft in der Ostfrieslandliga etablieren. „Wir wollen so früh wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun bekommen“, sagt Tomljanovic, der bislang Jugend-Trainer bei der JSG Riepe/Westerende/Ihlow war. „Die Mannschaft hat das Potenzial und die Qualität, den Klassenerhalt zu schaffen“, erklärt der 35-Jährige. Dabei ist sein Team noch sehr jung. Der Durchschnitt liegt laut Tomljanovic bei 22 Jahren.
Zum Auftakt geht es zum „Kreisliga-Dino“
Das erste Saisonspiel bestreiten die Riepster am Sonntag beim „Kreisliga-Dino“ Holte. Nach dem Abstieg des TSV Ostrhauderfehn ist der Holter SV die einzige Mannschaft, die seit der Gründung der Ostfrieslandliga im Jahr 2013 noch dabei ist.
Ein besonderes Spiel erwartet den TSV Friesenstolz Riepe am 18. August. An dem Freitag tritt er bei Ostfrisia Moordorf an. Dann kommt es zu einem Wiedersehen mit Alwin Tierok-Heddinga, der das Traineramt bei dem Bezirksliga-Absteiger übernommen hat. „Unsere Mannschaften werden nach dem Spiel sicherlich noch zusammensitzen und zum Auricher Stadtfest gehen“, sagt Tomljanovic.
Die glänzende Saison ist Geschichte
So wie der TSV Riepe ist auch Concordia Ihrhove neu in der Ostfrieslandliga. Die Konkurrenten trauen dem Aufsteiger aus der Gemeinde Westoverledingen anscheinend aber einiges zu: In unserer Umfrage zählten sechs Vereine die Ihrhover zum Favoritenkreis. Genauso viele Stimmen erhielt der VfB Uplengen, der in seine zweite Kreisliga-Saison geht.
Concordia Ihrhove spielte eine fast perfekte Saison und wurde ungeschlagen bei nur zwei Unentschieden souveräner Meister der Ostfrieslandklasse A1. „Das war super, aber das haben wir abgehakt“, sagt Trainer Thomas Priet. „Wir spielen jetzt eine Liga höher, dort sind die Gegner stärker, und die fußballerische Qualität ist auch größer.“ Ihrhove gehe demütig in die Saison. „Am Ende sollten wir aber schon auf einem einstelligen Tabellenplatz stehen. Den Klassenerhalt wollen wir dabei so schnell es geht eintüten“, sagt Thomas Priet.