„Fremantle Highway“ Experten begutachten Schäden auf Frachter
In welchen Hafen geht es für den ausgebrannten Autofrachter „Fremantle Highway“? Diese Frage soll auch abhängig von der Situation an Bord entschieden werden. Nun waren Bergungsexperten erneut an Bord.
Ameland - Die Planungen, in welchen Hafen der ausgebrannte Autofrachter „Fremantle Highway“ gebracht werden soll, laufen weiter. Ein Team von Bergungsexperten sei mittlerweile für eine erste Inspektion an Bord gewesen, teilte die niederländische Wasserbehörde Rijkswaterstaat am Dienstagmittag mit. Auch von der Situation auf dem Schiff sei abhängig, wohin die „Fremantle Highway“ geschleppt werden soll. Zuletzt waren etwa Emden und Eemshaven als mögliche Ziele im Gespräch. Eine Option sei neben Eemshaven aber auch Wilhelmshaven, sagte Peter Berdowski, Chef des Bergungsunternehmens Boskalis, der Zeitung „De Telegraaf“.
Die meisten Überlebenden haben Klinik verlassen
Was passierte in der Unglücksnacht auf dem Autofrachter?
Frachter wird wohl nach Eemshaven geschleppt
Bergungsexperten betreten erstmals brennenden Frachter
Am Montag war das Schiff auf einen neuen, sichereren Ankerplatz etwa 16 Kilometer nördlich der niederländischen Wattenmeerinseln Ameland und Schiermonnikoog geschleppt worden. Das Feuer an Bord des Frachters war in der Nacht zum 26. Juli vor Ameland ausgebrochen, als die „Fremantle Highway“ mit rund 3800 Fahrzeugen beladen auf dem Weg von Bremerhaven nach Singapur war. Ein Crewmitglied starb während der Evakuierung des Schiffs, mehrere weitere wurden verletzt. Wie die japanische Reederei Kawasaki Kisen Kaisha (K Line), die das knapp 200 Meter lange Schiff gechartet hat, am Dienstag mitteilte, seien von den 22 überlebenden Besatzungsmitgliedern inzwischen 20 aus dem Krankenhaus entlassen worden. Lediglich der indische Kapitän des Frachters sowie ein Lotse, bei dem es sich laut Medienberichten um einen Niederländer handeln soll, seien noch in der Klinik.
Inzwischen sei die Situation stabil, teilte Rijkswaterstaat am Dienstag mit: Es gebe keine Anzeichen, dass das Feuer an Bord noch wüte, zudem sei die Hülle des Schiffs unterhalb der Wasserlinie noch intakt. Dass das Feuer erloschen sei, könne man aber noch nicht sicher sagen. Seit Ausbruch des Brandes gibt es die Befürchtung, die „Fremantle Highway“ könnte Schweröl verlieren oder gar sinken, was schwere Umweltschäden im Wattenmeer zur Folge haben könnte. Eine Sorge ist zudem, dass die Stahlwände aufgrund der enormen Hitze im Schiffsbauch bersten könnten.
Mit Material von DPA