Brand-Prävention  So ist die AG Ems auf brennende Autos vorbereitet

Florian Ferber
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Von Florian Ferber
| 01.08.2023 08:56 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Auch die Fähren der Reederei AG Ems transportieren regelmäßig E-Autos. Foto: Archiv
Auch die Fähren der Reederei AG Ems transportieren regelmäßig E-Autos. Foto: Archiv
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Auch bei der Reederei AG Ems verfolgt man die Ereignisse rund um den brennenden Autofrachter vor der niederländischen Küste genau. Für den Ernstfall an Bord der Fähren hat man einiges in petto.

Borkum - Es ist noch nicht erwiesen. Aber als mögliche Ursache für das verheerende Feuer auf dem Autofrachter „Fremantle Highway“ wird vermutet, dass der Brandherd die Batterie eines Elektroautos war. Ein solches Szenario scheint auch auf den Fähren der Reederei AG Ems denkbar. Ist man dort auf so einen Ernstfall vorbereitet? „Die Besatzungen unserer Schiffe üben regelmäßig verschiedene Szenarien der Brandbekämpfung oder Evakuierung. Erst im letzten Jahr haben wir im Rahmen einer Produktvorstellung der Firma Viking das Szenario eines brennenden Autos mit deren Sicherheitsexperten an Bord geprobt“, lässt Sprecherin Corina Habben auf Nachfrage wissen.

Präventiv gebe es Brand- und Sicherheitspläne sowie ein Notfallhandbuch, beides nach ISM (International Safety Management System), „welches intern und extern regelmäßig auditiert wird. Weiterhin sind unsere Autofähren mit Sprinkler-Anlagen ausgestattet, die das gesamte Autodeck mit Wassernebel besprühen würden. Zusätzlich können über Schlaucheinrichtungen gezielte Kühl- und Löschmanöver ausgeführt werden“, erklärt die Reederei-Sprecherin weiter.

Darüber hinaus habe man für die Autofähren modernes Zusatzequipment angeschafft: „eine extra große Löschdecke zur Eindämmung eines Brandes (bis 2.000 °C), moderne Löschmonitore und spezielle Schaummittel für KFZ-Brände sowie Wärmebildkameras zur Ermittlung von Wärmequellen bei Rauch“. Ansonsten halte man sich strickt an die Vorgaben der BG, „die als maßgebliche Behörde für Schiffssicherheit zuständig ist“, so Habben abschließend.

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