Unglück in Emden  Zwischendecke eines Elektronikfachmarktes im DOC bricht ein

Heiko Müller Sven Schiefelbein
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Von Heiko Müller und Sven Schiefelbein
| 22.07.2023 18:16 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Feuerwehr und Polizei rückten am Sonnabend zu einem Einsatz in Emden aus. In einem Geschäft war im Kassenbereich die Zwischendecke herabgefallen. Foto: H. Müller
Feuerwehr und Polizei rückten am Sonnabend zu einem Einsatz in Emden aus. In einem Geschäft war im Kassenbereich die Zwischendecke herabgefallen. Foto: H. Müller
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Schreckminuten in einem Emder Einkaufszentrum: In einem der Fachgeschäfte kam es zu einem Zwischenfall. Polizei und Feuerwehr rückten aus.

Emden - Schreckminuten im Emder Dollart-Center (DOC): In einem Elektronikfachmarkt des Einkaufszentrums beim Emder Stadtteil Larrelt sind am Sonnabendabend große Teile der abgehängten Zwischendecke herabgestürzt. Nach Angaben von Feuerwehr-Einsatzleiter Andreas Lüppen ist bei dem Unglück eine Kundin leicht verletzt worden. Sie wurde vor Ort vom Rettungsdienst behandelt, musste aber nicht ins Krankenhaus gebracht werden.

Der Zwischenfall passierte gegen 17.45 Uhr während eines heftigen Regenschauers. Warum die einzelnen Platten der Zwischendecke plötzlich herunterfielen, ist laut Polizei und Feuerwehr noch unklar. Das soll jetzt untersucht werden, kündigte ein Polizeisprecher auf Nachfrage dieser Zeitung an.

„Es hörte sich an wie Donner“

Das komplette Einkaufszentrum wurde zunächst auf Veranlassung der Centerleitung evakuiert. Die Besucherinnen und Besucher konnten das Gebäude kurze Zeit später aber wieder betreten. Der Elektronikmarkt bleibt nach Angaben von Filialleiterin Kerstin Roßmüller zunächst aber bis auf Weiteres geschlossen.

Im Geschäft bot sich ein Bild der Verwüstung. Foto: F. Doden
Im Geschäft bot sich ein Bild der Verwüstung. Foto: F. Doden

„Es hörte sich an wie Donner“, sagte Michael Harms, einer der Mitarbeiter des Elektronikfachmarktes dieser Zeitung vor Ort. Dann seien die einzelnen Platten der Zwischendecke nacheinander auf ganzer Breite des Geschäftes herabgestürzt. „Das war wie ein Dominoeffekt“, so Harms.

Kunde löste geistesgegenwärtig Handfeuermelder aus

Er, seine sieben Kolleginnen und Kollegen sowie einige Kunden im Geschäft seien zunächst geschockt gewesen. „Die Kollegin an der Kasse hat großes Glück gehabt“, sagte die Filialleiterin. Sie war nach eigenen Angaben zum Zeitpunkt des Unglücks nicht vor Ort, wurde aber schnell herbeigerufen. Wie viele Kundinnen und Kundinnen sich zu diesem Zeitpunkt im Geschäft aufhielten, blieb zunächst unklar.

Im vorderen Bereich des Marktes, in dem sich auch die Kassen befinden, bot sich ein Bild der Verwüstung. Auf dem Boden lagen überall Stücke der teilweise zerbrochenen Deckenplatten herum. Außerdem ragten aus der Decke Kabel für die Beleuchtung, andere Leitungen sowie Teile von Metallgittern.

Die Hauptamtliche Wachbereitschaft der Emder Feuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Larrelt waren mit mehreren Fahrzeugen und knapp 20 Einsatzkräften angerückt, konnten aber nicht mehr viel ausrichten. Die Rettungskräfte waren über die Brandmeldeanlage des Einkaufszentrums alarmiert worden, weil ein Besucher geistesgegenwärtig einen Handfeuermelder in einem der Gänge ausgelöst hatte.

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