8:0 im Ostfriesland-Cup Der TuS Esens spielt beim VfB Uplengen groß auf
Der Fußball-Landesligist zeigte am Sonntag beim Achtelfinale tollen Kombinationsfußball. Gleich drei Spieler konnten sich doppelt in die Torschützenliste eintragen.
Uplengen - Der TuS Esens hat beim letzten Achtelfinale des Ostfriesland-Cups groß aufgespielt. Mit 8:0 gewann der Aufsteiger in die Fußball-Landesliga am Sonntag beim zwei Klassen tieferen VfB Uplengen. Dabei zeigte der TuS – vor allem in der zweiten Halbzeit – vor rund 150 Zuschauern tollen Kombinationsfußball.
Entsprechend zufrieden war Rolf Pinkernell, der den ortsabwesenden Trainer Ralf Backhaus an der Seitenlinie vertrat. „Wir haben einen überzeugenden Auftritt hingelegt. Auch nach den vielen Wechseln in der zweiten Halbzeit haben wir nicht an Qualität verloren. Das zeigt die neue Breite, die wir im Kader dank der Neuzugänge haben“, sagte Pinkernell. Der TuS Esens gastiert am kommenden Sonnabend um 17 Uhr zum Viertelfinale beim Bezirksligisten TuS Middels.
Ahrends-Freistoß eröffnet den Torreigen
Uplengens Trainer Christian Rosendahl war keineswegs niedergeschlagen von der Pleite. „Kämpferisch hat meine Mannschaft alles gegeben, das war sehr gut. Esens ist einfach spielerisch wesentlich stärker als wir und hat das gnadenlos ausgenutzt“, so Rosendahl.
Spieldaten
Uplengen: Cramer; A. Lleshi (79. Jelken), Ch. Gündel, C. Gündel, Terviel, Delchmann, Seiffart (46. ter Vehn), D. Lleshi, Dirks, Jünke (29. Ediz), Arebu.
Esens: Havemann; Ahrends, Bamezon (66. Brinkmann), Rosenboom (46. Ocloo), Freudenberg (56. Taddigs), F. Til (56. Stainbank), R. Til, Hohn, Meints (46. Janssen), Smidt.
Tore: 0:1 Ahrends (9.), 0:2/0:3 Freudenberg (31./52.), 0:4 Smidt (58.), 0:5 Taddigs (62.), 0:6 Janssen (74.), 0:7 Taddigs (77.), 0:8 Smidt (87.).
In der Anfangsphase verteidigte der VfB ordentlich, ließ kaum etwas zu. In der neunten Minute geriet er allerdings durch einen direkt verwandelten Freistoß von Malte Ahrends in Rückstand. Unhaltbar schien der Aufsetzer aus 20 Metern allerdings nicht. Wenige Minuten später kam Uplengen mal vor das Tor des Gegners. Doch Jannes Havemann im TuS-Tor konnte die Direktabnahme von Christian Gündel parieren. Viel zu tun bekommen sollte Havemann im Spielverlauf nicht mehr. Ganz anders sein Gegenüber Malte Cramer. In der 22. Minute hielt er gegen Remko Til. Gegen den Abstauber von Torben Freudenberg in der 31. Minute war er allerdings machtlos. Mit 0:2 ging es auch in die Kabinen. „Wenn wir in der ersten Halbzeit konsequenter mit unseren Chancen umgegangen wären, wäre die Partie dann schon entschieden gewesen“, sagte Rolf Pinkernell.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Überlegenheit des TuS gegen die tiefstehenden Remelser noch deutlicher. Das 3:0, erneut durch Freudenberg, wurde hervorragend herausgespielt. Neuzugang Ben Smidt erhöhte mit einem tollen 20-Meter-Schuss auf 4:0 für die Gäste. Uplengen konnte kaum mehr für Entlastung sorgen. So fing sich der VfB noch drei weitere Treffer. Der für Freudenberg eingewechselte Klaas Taddigs schnürte ebenso einen Doppelpack, beide Treffer waren das Ergebnis von schnellem Kombinationsfußball. Zwischendurch hatte Youngster Luca Pascal Janssen aus kurzer Distanz das 6:0 erzielt. Für den Schlusspunkt sorgte Ben Smidt, der eine Hereingabe von der linken Seite über die Linie drückte. Die Bärenstädter haben somit nicht nur die Pflichtaufgabe mit dem Weiterkommen erfüllt, sondern auch ordentlich Selbstvertrauen getankt.