Ermittlungen  Acht Ostfriesen unter Kinderporno-Verdacht

| | 12.07.2023 18:44 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Unter anderem soll ein 31 Jahre alter Familienvater Kinderpornos verbreitet haben. Symbolfoto: Pixabay
Unter anderem soll ein 31 Jahre alter Familienvater Kinderpornos verbreitet haben. Symbolfoto: Pixabay
Artikel teilen:

Die Polizeidirektion Osnabrück ermittelt gegen acht Ostfriesen wegen des Verdachts des Besitzes und Verbreitens von Kinderpornos. Die Beamten schauen sich dazu jede Datei an.

Ostfriesland/Osnabrück - Nach den Durchsuchungen Mitte Juni ermittelt die Polizeidirektion Osnabrück gegen acht Ostfriesen wegen des Verdachts des Besitzes und der Weitergabe von Kinderpornografie. „Die Ermittlungen sind in vollem Gange“, sagte am Mittwochnachmittag eine Pressesprecherin auf Nachfrage der Redaktion. Die zuständigen Beamten werteten jede sichergestellte Datei einzeln aus, sagte sie. Das sei nötig, um alle Beweise zusammenzutragen – sowohl be- als auch entlastende. Alle ursprünglich eingeleiteten Ermittlungsverfahren liefen noch, sagte die Polizeisprecherin. Das bedeutet: Alle ursprünglichen Beschuldigten aus Ostfriesland gelten weiterhin als verdächtig.

Besonders herausgestochen war bei den Durchsuchungen ein Fall aus Emden: In der Stadt soll ein 31-jähriger Familienvater Kinderpornos im Internet verbreitet haben. Auch in Leer und Aurich waren Wohnungen und Häuser durchsucht worden. Mitgenommen hatten die Beamten unter anderem Smartphones und Festplatten, auf denen sich kriminelles Foto- und Videomaterial befinden könnte. Und genau diese Datenträger werden von den Beamten nun ausgewertet. Wie lange das noch dauern werde, konnte die Polizeisprecherin am Mittwoch eigenen Angaben zufolge noch nicht sagen. Nur so viel: „Bei der Menge an Daten sind die vier Wochen, die die Beamten bisher zur Verfügung hatten, nicht genug.“

Jugendpornografie bei Tiktok?

Details zum aktuellen Ermittlungsstand gab die Polizeisprecherin auf Nachfrage nicht heraus – und bat um Verständnis: „Weitere Auskünfte kann ich zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht erteilen.“ Andernfalls könnten die Ermittlungen gefährdet werden, sagte sie. Fakt ist, dass es Mitte Juni im Gebiet der Osnabrücker Direktion 53 Einsätze gab, acht davon in Ostfriesland sowie 21 im Emsland – und nicht nur bei Erwachsenen. In Nordhorn soll beispielsweise ein 17-Jähriger bei Tiktok Jugendpornografie hochgeladen haben. „Im Beisein seiner Mutter wurden im Rahmen der Durchsuchung fünf Datenträger vorläufig sichergestellt“, hatte uns ein Osnabrücker Polizeisprecher dazu gesagt.

Die Durchsuchungen im Juni waren Teil eines norddeutschen Aktionstages gegen sexualisierte Gewalt an Kindern. Insgesamt waren dem Landeskriminalamt (LKA) in Hannover zufolge in Norddeutschland rund 650 Polizisten im Einsatz. Es seien, so das LKA weiter, mehrere hundert Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt worden. Beteiligt hatten sich Niedersachsen und weitere sechs Bundesländer.

Ähnliche Artikel