„Reicht hinten und vorne nicht“  Jemgumer Janssen sorgt sich um Zukunft des SVM

Jacob Alschner
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Von Jacob Alschner
| 29.06.2023 13:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Marek Janssen fand deutliche Worte. Foto: Eibner/Imago
Marek Janssen fand deutliche Worte. Foto: Eibner/Imago
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Im Kaders des SV Meppen stehen aktuell genau zwei Stürmer: Der Jemgumer Marek Janssen und Neuzugang Lars Spit. Kein schlechtes Duo für viertklassige Verhältnisse – sofern es zusammenbleibt.

Meppen - Die Ambitionen, mit denen Lars Spit zum Fußball-Nordregionalligisten SV Meppen kommt, äußerte der neue Stürmer direkt unmissverständlich: „Ich denke, dass ich ab sofort in der Startelf dabei bin“, sagte der 25-jährige Niederländer im ersten Gespräch mit der Emslandsportredaktion und belegte sein Bestreben, von Beginn an voll mit anzupacken, gleich numerisch. „Deswegen trage ich beim SV Meppen ja auch die Nummer neun. Das will natürlich auch etwas bedeuten. Keine Ahnung, wie wir spielen, aber ich denke, wir spielen mit zwei Stürmern“, prognostizierte Spit.

Allzu viele andere Optionen hat Trainer Ernst Middendorp vorerst auch nicht, so viel sei verraten. Neben Spit gehört zum aktuellen Viertliga-Kader des SVM nur ein weiterer Stürmer: Marek Janssen, der im Winter von BW Lohne nach Meppen gewechselt war und seitdem 15-mal in der 3. Liga auflaufen durfte. Er begrüßt die Verpflichtung Spits, sieht ihn nicht als Konkurrent: „Er ist ein Spieler, der über seine Dynamik und Schnelligkeit kommt“, analysiert Janssen seinen neuen Partner im Angriff. „Er spielt sehr, sehr mannschaftsdienlich. Das zeigt die Statistik, das zeigen die ersten Eindrücke von ihm aus dem Training. Ich freue mich, dass Lars da ist.“

Zukunft von Janssen noch offen

Janssen weiter: „Es ist schon gut, dass man ihn geholt hat, weil wir ganz unterschiedliche Stürmer-Typen sind.“ Klingt nach viel Harmonie im neuen Meppen-Sturm. Spit und Janssen können sich „gut ergänzen“, wie Janssen es beschreibt. Doch für ein erfolgreiches Duo braucht es laut Wortsinn zwei Spieler. Und ob Janssen dem SV Meppen erhalten bleiben wird, ist längst nicht sicher.

„Aktuell sieht es danach aus, dass ich bleibe“, sagt Janssen. „Aber wenn ein Angebot aus der 3. Liga kommt, muss ich mich damit beschäftigen. Gar nicht wegen des Geldes. Da hätte ich längst etwas anderes annehmen können.“ Vielmehr gehe es Janssen um das Sportliche, „um die Liga, und um Ambitionen“, sagt er. Seine eigenen sind sicher gemeint, doch auch die Ambitionen des Vereins sind Janssen wichtig. Ob er bleibe oder gehe, hänge „selbstverständlich auch davon ab, wie wir uns verstärken“, sagt Janssen und wird noch deutlicher.

Gewachsener Anspruch

„Ich habe im ersten meiner zweieinhalb Regionalliga-Jahre mit Atlas Delmenhorst in sieben Spielen zwei Punkte geholt. Die Qualität die wir damals im Kader hatten war deutlich höher als die, die wir aktuell beim SV Meppen haben“, berichtet Janssen. „Da muss noch einiges kommen. Mit dem Kader, den wir aktuell haben, mit dem braucht man nicht über Ambitionen reden. Da braucht man nicht mal über den Klassenerhalt in der Regionalliga reden. Dafür reicht es vorne und hinten nicht. Ich hoffe und denke, dass das jeder so sieht.“

Aussagen, an denen man den gewachsenen Anspruch Janssens gut erkennt. Das halbe Jahr in der 3. Liga hat ihn und seinen Führungsanspruch wachsen lassen. Das sieht er auch selbst so: „Ich bin als Nachwuchsspieler gekommen und muss jetzt als Führungsspieler vorangehen. Also solcher sehe ich mich auch“, sagt Janssen. „Ich will den Jungen helfen. Immerhin bin ich momentan der älteste Spieler im Kader.“ Zumindest bis auf Weiteres. Womöglich ändert sich das aber bald. Entweder weil ein erfahrener Spieler dazukommt. Oder weil Janssen geht.

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