Zukunft des Nahverkehrs  ÖPNV in Emden – Pläne werden veröffentlicht

Claus Hock
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Von Claus Hock
| 22.06.2023 18:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Wie werden die Busverbindungen in Emden künftig aussehen? Darüber soll nun ausgiebig informiert werden. Symbolfoto: Archiv
Wie werden die Busverbindungen in Emden künftig aussehen? Darüber soll nun ausgiebig informiert werden. Symbolfoto: Archiv
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Am Montag wird es einen Infoabend zum neuen ÖPNV-Konzept in Emden geben. Im Herbst soll dann der Nahverkehrsplan beschlossen werden.

Emden - Zwar gab es am Mittwochabend im Stadtentwicklungsausschuss noch Diskussionen, aber dennoch war sich die Mehrheit am Ende einig: Das sogenannte Grobkonzept zur künftigen Gestaltung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) geht in die nächste Runde. Das Grobkonzept, welches eine Neureglung der Bustaktungen und -strecken im Stadtgebiet vorsieht, wird in die Fortschreibung des Nahverkehrsplanes (NVP) der Stadt Emden aufgehen.

Was und warum

Darum geht es: Am Montag, 26. Juni, wird der bisherige Stand des künftigen Nahverkehrsplanes vorgestellt.

Vor allem interessant für: diejenigen, die sich für die Entwicklung der innerstädtischen Busverbindungen in Emden interessieren

Deshalb berichten wir: Das Thema ÖPNV wird am Montag der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.

Den Autor erreichen Sie unter: c.hock@zgo.de

Im Vorfeld hatte es Diskussionen über die Art und Weise gegeben, wie die Stadt Emden das Grobkonzept und damit die wichtigen Grundlagen für den NVP entwickelt: nämlich vor allem hinter verschlossenen Türen. Mehr Öffentlichkeit will die Stadt nun am kommenden Montag, 26. Juni, schaffen.

Infoabend am Montag

Dann nämlich soll ab 18 Uhr ein Informationsabend „zum Stand des neuen ÖPNV-Konzeptes“ stattfinden. Einladende sind die Stadt Emden und die Tochtergesellschaft Stadtverkehr Emden. Der Infoabend findet im Kundencenter der Stadtwerke Emden, Pottgießer Straße 1 a, statt. Angekündigt ist auch die Möglichkeit, Fragen an folgende Experten stellen zu können: David Malzahn, Leiter der Stadtplanung, Christian Balke, Fachdienst Stadtplanung und Nahverkehrsexperte, und Olaf Schmidt, Geschäftsführer des Emder Stadtverkehrs.

Das Angebot richtet sich laut Mitteilung der Stadt an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, aber auch an die Vertreter der „Träger öffentlicher Belange“. Darunter fallen zum Beispiel der Seniorenbeirat, der Beirat für Menschen mit Teilhabeeinschränkung oder auch die Elternschulvertreter. „Es handelt sich dabei um Informationen, die bereits in den Ausschüssen präsentiert wurden. Fahrpläne und Fragen zur Schülerbeförderung werden im Laufe des Beteiligungsverfahrens erarbeitet“, so die Stadt weiter.

Stärkere Taktung in der Innenstadt

Die seit 2021 in Vorbereitung befindliche Fortschreibung des Nahverkehrsplanes basiert unter anderem auf einer online durchgeführten Mobilitätsbefragung sowie einer Fahrgastzählung. Bestandteil des Grobkonzeptes ist unter anderem ein neues Hauptnetz für den Busverkehr, welches aus drei Hauptlinien besteht. Diese sogenannten „Durchmesserlinien“ (Harsweg-Larrelt, Barenburg-Petkum, Wolthusen-Außenhafen) verkehren im 30-Minuten-Takt und überlagern sich im Innenstadtbereich. So entsteht zwischen ZOB und „Am Delft“ sowie ZOB und Kunsthalle eine 15-Minuten-Taktung. Die Außenbereiche sollen durch einen „neu geplanten und zukünftig im Stundentakt verkehrenden Regionalbusverkehr“ bedient werden. Der Schülerverkehr bleibt im Linienverkehr integriert.

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Das Grobkonzept soll nun in das „Beteiligungsverfahren der Träger öffentlicher Belange“ gehen. Hier können besagte Träger noch Einwände und Vorschläge einbringen. Dies müsse laut Stadt noch vor der Sommerpause geschehen, da sonst der Zeitplan für den Beschluss des Nahverkehrsplanes im Herbst dieses Jahres und die nachfolgenden Ausschreibungen nicht zu halten sei. Ohne NVP-Fortschreibung drohe eine Notvergabe ohne Neuerungen. Dies will die Stadtverwaltung vermeiden.

Zwei Nein-Stimmen, eine Enthaltung

Die Höhe der Gesamtbetriebskosten wird bislang auf rund 3,6 Millionen Euro pro Jahr beziffert. Allerdings ist diese Schätzung auch schon rund zwei Jahre alt. Die genauen Kosten sollen bis zum Beschluss des Nahverkehrsplanes im Herbst feststehen, so die Stadtverwaltung am Mittwoch im Ausschuss.

Nur die CDU stimmte im Ausschuss gegen das Grobkonzept. Der Rest des Ausschusses, mit Ausnahme einer Enthaltung (FDP), stimmte dafür.