Osnabrück  Wie viel Pension bekommt der frühere Osnabrücker Bischof Bode – und wer zahlt sie?

Stefanie Witte
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Von Stefanie Witte
| 15.06.2023 14:53 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode ist jetzt Pensionär. Seine Pension orientiert sich an der Besoldungstabelle des Landes Niedersachsen. Foto: Thomas Osterfeld
Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode ist jetzt Pensionär. Seine Pension orientiert sich an der Besoldungstabelle des Landes Niedersachsen. Foto: Thomas Osterfeld
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Im März ist der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode von seinem Amt zurückgetreten. Wieviel Geld bekommt er mit dem Renteneintritt?

Um zu verstehen, wie viel Geld der emeritierte Bischof Franz-Josef Bode nach seinem Rücktritt bekommt, muss man wissen, in welchem Arbeitsverhältnis Bode zur Kirche stand. Als sogenannte Körperschaft des Öffentlichen Rechts darf die katholische Kirche nämlich analog zum Staat Beamte anstellen. Priester, und damit eben auch Bischöfe, werden also von der Kirche verbeamtet. Ihr Gehalt orientiert sich an staatlichen Besoldungstabellen. Im Fall von Bode der des Landes Niedersachsen.

Mit seinem Rücktritt ist Bode in Pension gegangen – mit 72 Jahren, 5 Jahre später also, als es das reguläre Renteneintrittsalter vorgegeben hätte. An den Bezügen ändert sich durch die längere Arbeitszeit aber nichts, erklärte das Bistum Osnabrück auf Anfrage.

Laut der Diözese entspricht die Pension des Bischofs der Gehaltsgruppe eines Bürgermeisters einer Stadt mit bis zu 100.000 Einwohnern. Eingruppiert war Bode zuletzt nach B7, dahinter verbergen sich laut Besoldungstabelle des Landes Niedersachsen 10.841,64 Euro. Im Ruhestand bezieht Bode laut Bistum noch rund 70 Prozent davon, also knapp 7690 Euro brutto.

Für Gehälter und Pensionen der Bischöfe kommt übrigens – entgegen einer weit verbreiteten Vermutung – nicht der Staat auf. Die Kirchen zahlen dies aus ihrem Gesamthaushalt. In den fließen zwar neben der Kirchensteuer auch sogenannte Staatsleistungen, also Geld, dass der Staat aus unterschiedlichen Gründen an die Kirchen überweist. Eine direkte Bezahlung der Bischöfe etwa durch das Land Niedersachsen findet aber nicht statt.

Im Gegensatz beispielsweise zu einem verbeamteten Lehrer wird von einem katholischen Priester allerdings auch über die Pensionierung hinaus noch etwas Einsatz erwartet: Priester werden auf Lebenszeit geweiht – mit allen Rechten und Pflichten. Priester im Ruhestand sind daher gehalten, sich nach ihren Möglichkeiten weiter in der Kirche einzubringen und zum Beispiel Messen zu feiern. Auch Bode hatte erkennen lassen, dass er sich auch nach seinem Rücktritt als Diözesanbischof weiterhin im Bistum engagieren will.

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