Nato-Übung  „Air Defender 23“ sorgt für Verspätungen am Flughafen Hamburg

| | 12.06.2023 18:25 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Dieser Eurofighter ist für „Air Defender 23“ am Flughafen Rostock-Laage gestartet. Foto: Wüstneck/DPA
Dieser Eurofighter ist für „Air Defender 23“ am Flughafen Rostock-Laage gestartet. Foto: Wüstneck/DPA
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Ostfriesland ist Teil der größten Luftwaffen-Übung seit der Nato-Gründung. Am Montag startete „Air Defender 23“ – und diese Folgen hatte das für den zivilen Luftverkehr.

Hamburg - Mit „Air Defender 23“ hat am Montag die größte Luftwaffen-Übung seit Gründung der Nato begonnen. Ostfriesland ist Teil des Übungsluftraums Nord, der bis einschließlich Freitag kommender Woche werktags von 16 bis 20 Uhr gesperrt wird. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) war vor Beginn der Übung von vielen Verspätungen in der zivilen Luftfahrt ausgegangen – und hat am Montag teilweise recht behalten.

„Für die Übung werden immer wieder Teile des deutschen Luftraums gesperrt“, teilte der Hamburger Flughafen mit. Aus diesem Grund sei es „bereits heute zu zahlreichen Verspätungen in Hamburg“ gekommen. Eine Vorhersage für die kommenden Tage sei „leider nicht möglich“, es sei aber mit weiteren Verspätungen zu rechnen.

Airlines melden Grund für Verspätung nicht

Ein Sprecher des Hannoveraner Flughafens sagte der Redaktion am frühen Abend indes, dass die Verkehrsabteilung des Flughafens recherchiert habe, dass am Montag aufgetretene Verspätungen nicht auf „Air Defender 23“ zurückzuführen seien. Sicher könne man das allerdings nicht sagen, weil die Fluggesellschaften nicht verpflichtet seien, den Grund für Verzögerungen mitzuteilen. „Wir bekommen schlicht die Information, dass das Flugzeug zu spät kommt“, so der Sprecher.

Am Bremer Flughafen kam es zu einzelnen kürzeren Verspätungen, die eine Sprecherin aber ebenfalls nicht auf die Nato-Übung zurückführen konnte. „Es gab auch Flüge, die früher ankamen als geplant“, sagte sie. Der Montag sei bis zum späten Nachmittag in Bremen ein ganz normaler Tag gewesen. Ähnliches war auch am Flughafen Münster-Osnabrück zu beobachten: Einige Flugzeuge kamen etwas zu spät, andere kamen früher an.

Fluglotsen-Gewerkschaft gibt noch keine Entwarnung

Auch andere große Flughäfen in Deutschland meldeten bis zum Nachmittag einen weitgehend normalen Flugverkehr. Ein Sprecher der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) warnte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur aber, es sei noch zu früh für eine Bilanz. Es bleibe abzuwarten, wie viele Verspätungen und Ausfälle es in den kommenden Tagen geben werde und wie viele Maschinen es nicht rechtzeitig vor Nachtflugverboten an die Flughäfen schaffen würden. Es gebe schon deshalb „massive Einschränkungen“ für die zivile Luftfahrt, weil es in den drei Übungszonen über Deutschland zu stundenlangen Sperrungen für den Flugverkehr komme.

Am Nachmittag teilte die Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens – Fraport – mit, man erwarte für den restlichen Betriebstag „moderate Auswirkungen im Sinne von einzelnen Verspätungen“.

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