Bilanz gezogen  Das Emder Filmfest kam 2022 in die Miesen

Heiko Müller
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Von Heiko Müller
| 10.06.2023 08:27 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Das Emder Filmfest fuhr 2022 ein Minus im Jahresergebnis ein. Foto: Ortgies
Das Emder Filmfest fuhr 2022 ein Minus im Jahresergebnis ein. Foto: Ortgies
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Die Veranstalter des Filmfestes Emden-Norderney haben im vergangenen Jahr ein Defizit eingefahren. Die Geschäftsführung begründet das mit Sondereffekten.

Emden - Die Nachricht platzt mitten in die 33. Ausgabe des Internationalen Filmfestes Emden-Norderney hinein: Das Kino-Festival hat im vergangenen Jahr ein finanzielles Defizit eingefahren. Das Minus liegt bei knapp 65.000 Euro. Das geht aus dem Jahresabschluss der gemeinnützigen GmbH Filmfest Emden hervor, deren Gesellschafter die Stadt und die Volkshochschule sind. Im Corona-Jahr 2021 hatte es allerdings einen Gewinn von mehr als 55.000 Euro gegeben.

Der Jahresabschluss der Filmfest Emden gGmbH wurde am Donnerstag im Rechnungsprüfungsausschuss des Stadtrates vorgelegt. Das Gremium empfahl einstimmig, der Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat Entlastung zu erteilen.

Weniger Geld von Nordmedia und Sponsoren

Filmfest-Geschäftsführerin Nora Dreyer begründete die Entwicklung im vorigen Jahr mit „einigen Sondereffekten“. Die Umsätze seien im Vergleich zu 2021 zwar um etwa 25.500 Euro gestiegen. Andererseits habe es aber Kürzungen bei den Fördermitteln der Film- und Mediengesellschaft Nordmedia sowie geringere Einnahmen von Sponsoren gegeben. Beides zusammen habe sich allein auf 49.000 Euro summiert. Hinzu seien Mehrausgaben unter anderem Ausgaben für die Miete des Cinestars und der Johannes-a-Lasco-Bibliothek gekommen, weil das Festspielhaus am Wall nicht zur Verfügung stand.

Die Zahl der Besucherinnen und Besucher lag im Vorjahr bei gut 14.500, erreichte damit aber noch nicht das Niveau der Zeit vor der Pandemie. 2019 hatten die Veranstalter noch rund 19.500 Gäste registriert, beim laufenden Filmfest werden etwa 20.000 erwartet.

In einer vorigen Version dieses Artikels hatten wir geschrieben, dass das Filmfest 2021 ein Defizit von rund 55.000 Euro hatte. Das stimmt nicht. Es war ein Plus.

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