Deutliches 5:1 SpVg Aurich feiert die Bezirksliga-Rettung
Die SG Jheringsfehn/Stikelkamp/Timmel muss nach klarer Niederlage im entscheidenden Spiel in die Bezirksliga-Relegtion. Zwei Auricher treffen doppelt.
Jheringsfehn - Eindeutiger als erwartet endete die entscheidende Partie um den Verbleib in der Fußball-Bezirksliga am Samstag in Jheringsfehn. Nach dem 5:1-Erfolg bei der SV Jheringsfehn/Stikelkamp/Timmel überholte die Sportvereinigung Aurich zum Abschluss der Saison sogar noch den VfL Germania Leer, der mit 2:5 in Pewsum unterlag. Damit rettete sich Aurich und rückte noch auf Platz 14 vor. Jheringsfehn hingegen belegt Rang 16 und muss nun die Relegation um den letzten freien Platz in der Liga gegen den Kreisliga-Dritten (Holtriem) bestreiten.
„Jheringsfehn spielt einen körperbetonten Fußball. Da habe ich ein so eindeutiges Ergebnis heute nicht erwartet. Ich habe nur gehofft, dass wir die Nerven behalten“, stellte ein zufriedener Auricher Trainer Uwe Groothuis nach Spielende fest.
Auricher Führung fällt glücklich
So wie beschrieben, begannen die Gastgeber die Partie. Ein großes und längeres Abtasten bei den Voraussetzungen war nicht angesagt. Beide Mannschaften bemühten sich, wenn auch erfolglos, das Tor des Gegners in Gefahr zu bringen. Mit zunehmender Spieldauer wurden die spiel- und laufstarken Gäste aber mehr und mehr überlegen. Und auch die Auricher Angriffsaktionen wurden konkreter.
Dennoch fiel das 0:1 etwas glücklich, als Mittelstürmer Marco Mouzong eine Flanke von der linken Seite ein wenig unabsichtlich in Richtung des SV-Tores gegen den Laufweg von Torhüter Karsten Buss ablenkte. In der Folge bestimmten die Gäste eindeutig das Geschehen. Im Mittelfeld kombinierte Aurich nach Belieben und die Gastgeber konnten oftmals nur hinterherlaufen. Doch auch beim 0:2 benötigte der Gast wieder ein bisschen Glück. Ein Distanzschuss von Moustapha Camara wurde von einem SV-Verteidiger abgefälscht, sodass Torhüter Buss, der kurz zuvor noch eine Glanzparade gezeigt hatte, keine Chance hatte. Die Gastgeber bemühten sich in dieser Phase zwar um einen geordneten Spielaufbau, kamen bis zur Pause aber bis auf einen Freistoß zu keiner guten Torchancen mehr.
Camara trifft zum Endstand
Nach dem Wechsel war die Gastgeber-Elf von Trainer Uwe Welzel zunächst die aktivere Mannschaft und bemühte sich, der Partie noch einmal eine Wende zu geben. Doch Torchancen für die Hausherren ergaben sich in der ganzen zweiten Hälfte nur wenige.
„Wir konnten unsere verletzungsbedingten Ausfälle nicht kompensieren und hatten in der Offensive einfach keine Durchschlagskraft“, beschrieb der SV-Trainer die Situation. Folglich bestimmte Aurich die Begegnung nach gut zehn Minuten der zweiten Halbzeit wieder. Die Gäste waren oftmals einen Schritt schneller als der Gegner. Das 0:3 war dann absolut sehenswert. Aurich konterte schnell aus der eigenen Hälfte und die abschließende Flanke in den Strafraum lenkte Zion Ayodele im Sprung volley in die linke obere Torhälfte.
Spieldaten
SV Jheringsfehn/Stikelkamp/Timmel: Buss; Kruse, Abbas (68. Schoon), Baumann (85. de Buhr), Albers, Janssen (63. N. Karstan), Fokken (68. S. Welzel), Freudenberg, Reimers (63. T. Welzel), Schilling, K. Karstan.
SpVg Aurich: Kuhlmann; Smit, Adebiyi, Camara (90. Janotta), Kamel (83. Rademacher), Smit (87. Wicht), Ayodele (70. Schmidt), Schuil, Mouzong (75. Thiele), Berete, Delphonse.
Tore: 0:1 Mouzong (29.), 0:2 Camara (36.), 0:3/0:4 Ayodele (63./68.), 1:4 K. Karstan (73.), 1:5 Camara (79.).
Als derselbe Spieler wenige Minuten später zum 0:4 (68.) traf, war die Partie entschieden. Zwar traf fünf Minuten später Kevin Karstan zum 1:4, doch das war nicht mehr als der Ehrentreffer. Camara stellte mit dem 1:5 in der 79. Minute schließlich den Endstand her. „Ich freue mich über die Leistung und dass wir auch hinten gut gestanden haben“, lautete das Fazit von Groothuis. „Jetzt werde ich noch ein Bier trinken und dann geht es zum Matjesfest nach Emden. „Der Sieg von Aurich war verdient. Wir haben jetzt aber noch die Chance in der Relegation, den Abstieg zu vermeiden,“ stellte SV-Trainer Welzel fest.